Wilhelmshaven . Nach sieben Monaten im Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika ist die Fregatte "Rheinland-Pfalz" nach Wilhelmshaven zurückgekehrt. Am Samstag machte das 103 Meter lange Schiff wieder in seinem Heimathafen am Jadebusen fest. Zahlreiche Verwandte und Freunde begrüßten die 220 Besatzungsmitglieder freudestrahlend am Anleger. Die Soldaten hatten seit Januar für die EU-Mission "Atalanta" das Seegebiet im Golf von Aden überwacht und zahlreiche Frachter durch die gefährliche Passage geleitet. Die deutsche Marine sprach von einem erfolgreichen Einsatz.
Nach sieben Monaten im Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika ist die Fregatte "Rheinland-Pfalz" nach Wilhelmshaven zur³ckgekehrt. Foto: dpa
In den sieben Monaten legte die "Rheinland-Pfalz" rund 74 000 Kilometer zurück. Die Soldaten begleiteten 15 Schiffe des UN- Welternährungsprogramms mit rund 1,3 Millionen Tonnen Lebensmitteln an Bord vom kenianischen Mombasa zur somalischen Küste. Außerdem griffen sie 16 mutmaßliche Piraten auf, die sie den kenianischen Behörden übergaben. Darunter waren auch sieben Männer, die Ende März den deutschen Marine-Tanker "Spessart" überfallen hatten. Der Einsatz sei eine große Herausforderung für die Besatzung gewesen, betonte Fregattenkapitän Markus Rehbein in einer Mitteilung.
Zurzeit sind noch die deutschen Fregatten "Brandenburg" und "Bremen" am Horn von Afrika stationiert, um die wichtigste Handelsroute zwischen Europa, der arabischen Halbinsel und Asien zu sichern. Der Bundestag hatte im vergangenen Dezember beschlossen, dass sich Deutschland mit bis zu 1400 Soldaten an der Anti-Piraten-Mission beteiligen kann. Das Einsatzgebiet umfasst nach Angaben der Marine fünf Millionen Quadratkilometer und ist damit mehr als zehnmal so groß wie die Bundesrepublik.
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