Cottbus (MOZ) Victoria Seelows E-Junioren haben bei der Endrunde der Landesmeisterschaften im Hallenfußball den 7. Platz erreicht. Sieger wurde in der Cottbuser Lausitz-Arena das Team des Gastgebers Energie Cottbus.
Anspannung am Spielfeldrand: die Nachwuchskicker des SV Victoria Seelow kurz vor dem Einlaufen in die Lausitz-Arena.
Am Ende bewegten sich die Seelower Nachwuchskicker irgendwo zwischen Enttäuschung und Stolz. Enttäuscht waren sie davon, dass vielleicht doch mehr als der vorletzte Platz möglich gewesen wäre. Doch gleichzeitig wussten sie, dass sie sich nun offiziell als eine der besten sieben Mannschaften des Landes bei der diesjährigen Hallensaison bezeichnen dürfen.
"Insgesamt hatten die Jungs einfach zu viel Respekt vor den namhaften Gegnern und waren den ganzen Tag sehr aufgeregt", sagt Victorias Trainer Jens Gundlach. Nachdem seine Mannschaft, die mit eigener Einlaufhymne und großer Vereinsfahne ausgestattet war, vom Hallensprecher aufgerufen wurde, betraten die zehn Spieler als eine der acht Qualifikanten voller Vorfreude den Boden der großen Lausitz-Arena.
Den Seelowern wurde vermeintliches Losglück zuteil, da sie in den Gruppenspielen den stark eingeschätzten Teams aus Falkensee-Finkenkrug und RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf aus dem Weg gehen konnte. Im Auftaktspiel gegen den Oranienburger FC konnte Seelow nach Rückstand noch zum 1:1 ausgleichen. Da es bei diesem Resultat blieb, war man nun im Spiel gegen FC Energie Cottbus gefordert.
Allerdings stellte sich schnell heraus, dass die Lausitzer eine Nummer zu groß für die Kreisstädter waren und letztendlich verdient mit 4:1 gewinnen konnten. "Diese Niederlage geht in Ordnung. Man hat gesehen, dass bei Cottbus die Top-Talente aus der ganzen Region spielen", sagte Gundlach über den späteren Turniersieger.
So stand Victoria im abschließenden Gruppenspiel gegen Eintracht Miersdorf/Zeuthen unter Druck, denn nur bei einem Sieg war das Halbfinale noch zu erreichen. Doch den Seelower Nachwuchskickern der Jahrgänge 2001/2002 versagten ein wenig die Nerven. "Die Aufregung war immer noch zu stark. Dadurch fand meine Mannschaft nicht richtig ins Spiel und konnte ihr Leistungsvermögen nicht abrufen", meinte Gundlach über die erneute 1:4-Niederlage.
So schloss der einzige Vertreter aus Märkisch-Oderland die Gruppe als Letzter ab. "In der Kabine haben wir versucht, die Kinder wieder aufzubauen und ihnen zu vermitteln, dass sie trotz der zwei Niederlagen stolz sein können", berichtet der Übungsleiter.
Und die Ansprache schien seine Wirkung nicht verfehlt zu haben, denn im Spiel um Platz 7 gab Victoria noch einmal alles und schaffte durch einen 3:1-Erfolg über RSV Eintracht 1949, dem anfänglichen Geheimfavoriten Gundlachs, einen positiven Abschluss. "Der Sieg war für die Moral sehr wichtig, denn die Jungs haben gesehen, dass sie durchaus mithalten können, wenn sie ihren Respekt ablegen. Hätten wir die ganze Zeit so gespielt, wäre auch ein Platz unter den ersten Vier möglich gewesen."
Doch auch so waren am Ende alle glücklich, bei so einem großen Spektakel dabei gewesen zu sein. Und auch die zahlreichen Eltern, Großeltern und Freunde der Nachwuchskicker sorgten für die nötige Unterstützung. "Die Kinder haben viel gelernt und natürlich müssen wir uns jetzt neue Ziele setzen. Sollten wir uns noch einmal für eine Endrunde qualifizieren, wollen wir natürlich mindestens Platz 6 erreichen", sagt Jens Gundlach.
Den nächsten Höhepunkt für Victorias E-Junioren gibt es bereits am Sonntag. Beim EWE-Cup in Bestensee (Dahme-Spreewald) mit 15 Mannschaften winken dem Turniersieger ein vom Sponsor bezahltes Trainingscamp. Und am Sonnabend, 11. Februar, ist Seelow Gastgeber des Wintercups, bei dem Mannschaften wie Dynamo Dresden und Union Berlin erwartet werden.
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