. Unter dem Motto "Mein Kleist" befragen derzeit Mitarbeiter der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurter nach ihrem Verhältnis zu Kleist. Das Ergebnis ist demnächst an wechselnden Orten zu hören und soll neugierig machen auf die Kleist-Festtage im Oktober.
Erfinder der Kleist-Schnitte: Die war beim "Making of" der Kleist-CD ausverkauft, hier zeigt Bõcker G³nter Baumgõrtel seine Unitaler. Foto: MOZ/Dietmar Horn
Sein Kleist besteht aus Kaffee, Rum, jeder Menge Kalorien und wird gekühlt aufbewahrt: Bäckermeister Günter Baumgärtel war am Dienstag der erste Frankfurter, der für eine Werbe-CD zu den Kleist-Festtagen befragt wurde. Und er erzählte natürlich Geschichten rund um Kleist-Schnitte und Heinrichs-Tropfen, die im Café Diana am Marktplatz der Renner unter Touristen sind. Besonders das Kleist-Medaillon aus Schokolade, mit dem beide Kalorienbomben verziert sind, "lassen sich viele Gäste extra zum Mitnehmen einpacken", erzählte der Inhaber der Bäckerei Stefanie Hornung von der Messe und Veranstaltungs GmbH ins Mikrofon.
Hören kann man diese und viele weitere Geschichten und kurze Interviews rund um den berühmtesten Sohn der Stadt ab Dienstag in der Hutten-Buchhandlung und dann an wechselnden Orten in der Stadt. Die fertige CD wird in einer transportablen Hörstation installiert, die mit zwei Kopfhörern ausgestattet ist und die Interessierte dann an den jeweiligen Plätzen (u.a. in der Stadtbibliothek, im Klinikum, im Kleist-Museum und auch im Café Diana) selbstständig bedienen können. Alle Hörproben stehen unter der Überschrift "Mein Kleist" und sollen auf das gleichnamige Motto der diesjährigen Kleist-Festtage aufmerksam machen, die am 13. Oktober starten.
Außer Interviews und Meinungen von Frankfurtern wird es noch einen Track "Kleists Welt in 20 Sekunden" geben, der allerdings noch in Arbeit ist. Derzeit ziehen Stefanie Hornung und Praktikant Robert Nowak mit dem Aufnahmegerät durch die Stadt und befragen Frankfurter zu deren Verhältnis zu Kleist. Bislang haben sie aber vor allem Touristen vor das Mikro bekommen, die eher wenig mit dem berühmten Dichter anfangen konnten (z.B. einen Potsdamer, der sagte, "von Kleist weiß ich nischt, aber Sie können 'was zu Rockabilly fragen!")
Für Menschen mit Kleist-Vorkenntnissen haben sie Fragen mit eingebauten Fehlern vorbereitet - wer etwa bei der Feststellung, eine berühmte Figur des Dichters heiße "Mariechen von Heilbronn" hellhörig wird, der hat keine Blamage zu befürchten. Gefragt wird weiter, mit wem Kleist verlobt war oder wo er studiert hat.
Ziel sei aber nicht, Wissenslücken aufzuspüren, sondern schlicht auf das Festival und dessen Highlights neugierig zu machen, betont Stefanie Hornung. Deshalb leiten die einzelnen Tracks zu Programmtipps über; die Mariechen-Frage etwa ist akustisch mit dem Kätchen-Spektakel am 17. Oktober auf dem Frankfurter Marktplatz verknüpft. Die "Hör-Bar" war bereits zur letzten Transvocale im Einsatz und so habe man im Haus nach einer neuen Verwendungsmöglichkeit für das günstige und flexible Werbemittel gesucht, erklärt die Marketingreferentin. Die Idee zu den Kurzinterviews hatten dann Praktikanten.
Wie viele Kalorien eine Kleist-Schnitte hat, dieses Geheimnis wird auf der CD nicht gelüftet, wohl aber welche kulinarischen Vorlieben der Dichter selber hatte: "Er trank gerne starken Kaffee und Rum", erklärt der Bäckermeister. Die Kleist-Schnitte hätte ihm vermutlich geschmeckt.
"Hör-Bar" bis 18. Oktober an wechselnden Orten in Frankfurt; alle Beiträge in Kürze auch als Podcast auf der Homepage www.kleistfesttage.de
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