Biesenthal . Während sich die Kinder sechs Ferienwochen lang an der See, im Gebirge und anderen schönen Orten erholten, wurde in der Biesenthaler Grundschule fleißig gearbeitet. Es wurde an-, aus- und umgebaut. Bis auf die neue Mensa, die erst in zwei Wochen fertig ist, soll zur morgigen Einschulung alles blitzen.
Hell und freundlich: Noch gut zu tun hatten die Handwerker in dieser Woche. Hier montiert Stephan Kahler die modernen M÷bel und Gerõte der rundum erneuerten K³che der Grundschule. Foto: Ernst-G³nter Ehlert
Die Klinke in die Hand haben sich die Handwerker noch Anfang der Woche gegeben. Der Baustaub lag über den Fluren. Der Geruch nach frischer Farbe mischte sich darunter. Inzwischen haben die Reinigungstrupps das Zepter übernommen, damit zum Schulstart alles tiptop ist. "Nur mit der Mensa müssen wir uns noch gedulden", sagt Schulleiterin Cornelia Elgert. Aber sie soll in 14 Tagen fertig sein. Solange müsse man noch mit dem bisherigen Speisesaal vorlieb nehmen.
Fix und fertig sind indes die beiden Teilungsräume für die Flexklassen im Schulgebäude 2. Das ist der Teil der Grundschule, der in den 90er Jahren entstand. Dort ist auch der Flur umgestaltet worden, so dass die Schüler in der verlässlichen Halbtagsgrundschule in den Zeiten individuellen Lernens auch Rückzugsmöglichkeiten haben, so die Schulleiterin.
Mit dem neuen Schuljahr sind jetzt auch Cornelia Elgert und ihre Stellvertreterin für Eltern und Schüler besser erreichbar. Bisher befand sich das Schulleiterzimmer im Haus 1 hinter dem Lehrerzimmer. Das ist das altehrwürdige Gebäude, das seit mehr als 80 Jahren in Biesenthal steht. Der Raum war normalerweise verschlossen, so dass der Schulleiter nicht schnell erreicht werden konnte. Für die Direktorin und die Stellvertreterin wurden unter anderem Räume des Schulmuseums umgebaut. Jetzt reicht es, zu klopfen, um mit der Schulleiterin ins Gespräch zu kommen. Den Lehrer steht jetzt ein neues großes Lehrerzimmer zur Verfügung. Damit finde sich auch das Kollegium besser zusammen, das bisher auf zwei Lehrerzimmer aufgeteilt war, sagt Cornelia Elgert.
Das Schulmuseum wurde während der Arbeiten nicht vergessen. Es erhält seinen Platz im ehemaligen Komplex Schulleiter-/Lehrerzimmer.
Als Clou werden die Kinder höchstwahrscheinlich die neue Mensa empfinden, die, fast fertig, schon ahnen lässt, in welch heller und freundlicher Umgebung die Kinder künftig essen werden. Grund für die Verzögerung bei der Fertigstellung der Mensa soll der Estrich sein, der einfach nicht trocknen wollte. Trotz der schon hohen Sommertemperaturen stehen deshalb zusätzlich Heizgeräte in der Mensa.
Dazu kommt noch die völlig umgekrempelte Schulküche, die über ein Foyer mit der Mensa verbunden wurde. Mit den neuen Boden- und Wandfliesen entspricht die Schulküche dem aktuellen Standard. Es wurden moderne Küchenmöbel, neue Herde und eine Spülmaschine eingebaut. Das Zentrum ist eine rundum begehbare Arbeitsfläche, wo die Schüler zusammen kochen können. Genauso wenig fehlt ein Bereich, in dem man gemeinsam am Tisch sitzt und das selbst zubereitete Mahl genießen kann. Die baulichen Neuerungen an der Grundschule werden schließlich mit einer neuen Bestuhlung der Aula vervollständigt.
Für ihre Grundschule haben die Biesenthaler Stadtverordneten tief ins Stadtsäckel gegriffen. Der Mensa-Neubau schlägt mit rund 400 000 Euro im Haushalt zu Buche. So ist es im Parlament auch beschlossen worden. Außerdem kamen für die Schaffung der Teilungsräume, die Umbauten an den Lehrer- und Schulleiterzimmern und die moderne Schulküche noch einmal rund 50 000 Euro dazu.
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