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03.09.2009 07:20 Uhr

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Aufklärung statt Schaubühne

Ortwig . Der Ortsbeirat hatte eingeladen, viele Bürger kamen. Bei der CO 2 -Informationsveranstaltung am Dienstagabend blieb kein Platz in der Dorfgaststätte leer. Ortsvorsteher Günther Sternekicker hatte sich um eine Infoveranstaltung zum Thema CO 2 -Verpressung im Oderbruch bemüht. Es sollten sachkundige Bürger auf dem Podium zu Wort kommen statt Vattenfall-Vertreter. Es ging um faire, sachliche Aufklärung. Eine politische Schaubühne sollte an diesem Abend nicht geboten werden. Eingeladen waren Mitstreiter der Neutrebbiner Bürgerinitiative CO 2 contra Endlager. Ulf Stumpe, Wriezener Stadtverordneter und Gegner der Vattenfall-Pläne, machte neben technischen Details deutlich, dass bislang viele Fragen im Zusammenhang mit der CO 2 -Verpressung ungeklärt seien, vor allem aber wissenschaftliche Studien über die Auswirkungen fehlen würden. Als eines der elementarsten Probleme sieht er, dass kaum bekannt sei, ob CO 2 -Verpressungen das Grundwasser beeinträchtigen. Unklar sei auch, wie gefährlich Risse im Gestein seien, die durch den enormen Druck der Verpressung entstehen könnten. Auch nennenswerte Messergebnisse gäbe es nicht. Die Bürger interessierte vor allem, welche Regionen betroffen sind. Wie sich ein CO 2 -Endlager auf den Tourismus auswirkt, auf Grundstückswerte. Ein Thema, das die Bürgerinitiative zur Sprache brachte, war, dass Banken ihre Kreditvergabe beim Hausbau zurückschrauben könnten, wenn sich ein Grundstück im Bereich des CO 2 -Endlagers befindet.

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Günther Sternekicker zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung. Viele Fragen wurden gestellt. Das Interesse am Thema scheint groß. Ein Wunsch allerdings blieb unerfüllt: Denn einen politischen Hintergrund hätte die Diskussionsrunde mit Blick auf die Bundes- und Landtagswahl am 27. September doch gehabt, sagte unter anderem der Seelower Bürgermeister Udo Schulz. Seitenhiebe hatte es von Stumpe nämlich mehrfach Richtung Landesregierung gegeben, die das Vorhaben befürwortet. "Überlegen Sie, wo Sie Ihr Kreuz machen", forderte er mehr als einmal die Bürger auf.

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