Crussow/Dobberzin . An einer öffentlichen Straße vertrocknen wieder einmal junge Bäume, die gerade erst gepflanzt wurden. "Die Nachpflanzungen sind größtenteils in einem ganz erbärmlichen Zustand", berichtet Andreas Steiner aus Eberswalde über die Lindenallee zwischen Dobberzin und Crussow. Teilweise hätten die dortigen Jungbäume Gipfeldürre oder seien schon abgestorben. Es ist offensichtlich: Ihnen fehlt Pflege. Schon bei Radewegebau durch die östliche Uckermark war dasselbe Phänomen aufgetreten.
Die Straße zwischen Dobberzin und Crussow ist eine sogenannte Kreisstraße. Ihre Sanierung wurde im Vorjahr abgeschlossen. "Der Bau der Straße hat insgesamt etwa zwei Millionen gekostet", berichtet Kreissprecherin Ramona Fischer. Und weiter: "Die Baumpflanzungen wurden von der Firma Stabenow aus Templin vorgenommen. Das Bau- und Liegenschaftsamt der Kreisverwaltung hat Kenntnis davon, dass Nachpflanzungen erforderlich sind. Mit der Firma wurde bereits vereinbart, dass diese im Herbst vorgenommen werden."
Zusätzliche Kosten entstehen dem Landkreis und damit dem Steuerzahler durch die monatelange Vernachlässigung der Bäume nicht. Wer als Firma die Pflege von Jungbäumen vernachlässigt, muss auf eigene Kosten nachpflanzen. "Wir werden genau hinschauen, wie viele Bäume ausgetauscht werden müssen", verspricht Ramona Neumann.
Für Andreas Steiner, der mit einem Brief an die Untere Naturschutzbehörde Uckermark Alarm geschlagen hatte, steht fest: Die Bäume seien zu wenig gegossen worden. "Wird so mit Steuermitteln umgegangen?", fragt er. Immerhin seien Jungbäume in Baumschulquallität teuer.
"Es ist eine Schande, dass die zuständigen Straßenbehörden, oder wer auch immer die Zuständigkeit für deren Pflege übernommen hat, nichts unternehmen, sie ordnungsgemäß groß zu ziehen", schimpft Andreas Steiner. "Es ist Fakt, dass die Bäume in den ersten Jahren, bis sie angewachsen sind, eine gute Pflege brauchen, darunter zählen regelmäßiges Gießen und Baumschnitte."
Laut Andreas Steiner sind die Trockenschäden an den Jungbäumen "absolut offensichtlich". Er steht für die Untere Naturschutzbehörde gern für einen Ortstermin zur Verfügung und fordert mehr Kontrolle. Den beauftragten Firmen müsse künftig viel stärker auf die Finger gesehen werden.
In Brandenburg ist ein weiterer Fall von verunreinigtem Trinkwasser bekanntgeworden. In einer Kita in Biesenthal (Barnim) seien bei einer Routinekontrolle... mehr
Was ist zu tun, wenn ich auf meinem Grundstück einen Baum fällen möchte? Von Daniela Windolff Angermünde / Schwedt (MOZ) Die große alte Fichte im... mehr
Licht und Schatten - so lässt sich die Bilanz des Barnimer Baumschutzstammtisches beschreiben, die Andreas Steiner auf der ersten Sitzung 2009 für das... mehr
