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Saisoneinstieg gründlich vermasselt

Obwohl MBSV-Schlussmann Michel Schröter ein Rückhalt seiner Mannschaft war, verloren die MBSV-Handballer gegen die Potsdamer Reserve deutlich mit 18:27.
Obwohl MBSV-Schlussmann Michel Schröter ein Rückhalt seiner Mannschaft war, verloren die MBSV-Handballer gegen die Potsdamer Reserve deutlich mit 18:27. © Foto: MZV
Martin Terstegge / 19.09.2017, 14:41 Uhr
Bad Belzig (MOZ) Der Auftakt in die neue Verbandsligasaison 2017/18 ist für die Handballer des MBSV Belzig "in die Hose gegangen". Sicherlich kann man gegen die Reserve des 1. VfL Potsdam verlieren, doch das 18:27 in heimischer Halle fiel dann doch etwas zu heftig aus.

Noch mehr als die Höhe des Ergebnisses störte Trainer Denis Wandersee die Art und Weise wie das Resultat zustande gekommen ist. Das war einfach zu wenig, was seine Mannschaft ablieferte. Und es lag nicht an der Personaldecke. Aufgrund von Trainingsrückstand fehlte nur Christopher Dümchen.

Die Bad Belziger erzielten zwar das erste Tor des Tages durch Hossam Almustafa Almohammad, und nach dem Ausgleich traf Mark O'Neil zum 2:1, dies sollten jedoch die letzten Führungen für die Hausherren gewesen sein. Bis zur 10. Minute zogen die Potsdamer auf 6:2 davon, ohne in die große Trickkiste greifen zu müssen.

Eigentlich ist das VfL-Team aus der Vorsaison und der Vorbereitung wohlbekannt, dennoch konnte die MBSV-Deckung die Gegentore nicht verhindern. Bei den Gästen verteilte sich das Torewerfen auch schön auf mehrere Schultern. Bis auf Kreisläufer Jacob Morawe, der mit sieben Treffer herausragte, steuerte fast jeder Gästespieler ein Tor bei, auch weil die Gastgeber nicht richtig störten. Nur gut, dass Schlussmann Michael Schröter einen "Sahnetag" erwischte, sonst hätte dieser Tag ganz böse für die Bad Belziger enden können.

Im Angriff spielten die Gastgeber ohne Druck, leichtfertige Ballverluste erlaubte den Gästen einfache Tore über den Tempogegenstoß, während die Wandersee-Truppe nur auf zwei Gegenstöße der gesamten 60 Minuten kamen. So führte die VfL-Reserve zur Pause mit 13:7.

Sechs Tore Rückstand im Handball müssen noch nichts bedeuten, dementsprechend versuchte Trainer Wandersee seine Spieler neu zu motivieren. Bis auf vier Tore (12:16) verkürzten sie auch in der 38. Minute, doch dann machten sich die MBSV-Handballer das Leben wieder selbst schwer, durch viele verschiedene Fehler. Mitte der zweiten Hälfte erzielten die Potsdamer das 20:13, damit war das Thema durch. Wandersee versuchte zwar noch durch eine doppelte Manndeckung und andere Umstellungen in der Defensive für mehr Sicherheit zu sorgen, doch das war ein "gebrauchter Tag" für die MSBV-Akteure.

Der Einstieg in die Spielzeit ist mit dem 18:27 nicht berauschend gewesen, doch wenn die Mannschaft die Fehler analysiert und die richtigen Schlüsse zieht, wird sie auch in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Das Team muss sich noch finden, die Systeme greifen noch nicht automatisch, doch das wird die Zeit noch bringen. Am Sonntag (24. September) geht die Reise zum HV Grün-Weiß Werder II, deren Spiel in Falkensee verschoben wurde.

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