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Uwe Spranger 25.06.2012 20:36 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Die erste neue Kita seit der Wende

Strausberg (MOZ) In der Stadt ist am Montag der erste Kita-Neubau seit der Wende übergeben worden. Die neue Kita am See in der Weinbergstraße bietet Platz für 160 Kinder, gut 30 mehr als der Vorgängerbau aus DDR-Zeiten. Die Investition ist mit gut drei Millionen Euro veranschlagt.

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Ab auf die Bäume: Mädchen und Jungen aus der Kita am See nehmen im neuen riesigen Bewegungsraum den "Kletterwald" in Beschlag. Weiter hinten gibt es noch ein Schiff.  

Ab auf die Bäume: Mädchen und Jungen aus der Kita am See nehmen im neuen riesigen Bewegungsraum den "Kletterwald" in Beschlag. Weiter hinten gibt es noch ein Schiff.

© MOZ Gerd Markert

Manches von dem, was die Mädchen und Jungen am Montag bei ihrem ersten Einmarsch in ihr neues Domizil vorfanden, sei zumindest im Landkreis "einmalig", hebt Planer Ralf Meier vom Seelower Büro pro3 hervor. Zum Beispiel der riesige von Oberlichtern erhellte zentrale Bewegungsraum oder das sich anschließende "Kinderrestaurant", das auch für Elternveranstaltungen oder Musik genutzt werden kann.

Nicht nur deshalb sprach Bürgermeisterin Elke Stadeler vor dem symbolischen Durchschneiden des Bandes von einem "besonderen Tag": Schließlich werde nunmehr die erste neu gebaute Kindertagesstätte an den Träger, das Deutsche Rote Kreuz, übergeben. Und die sei "sehr schön geworden", bescheinigten auch die Stadtverordneten Christel Kneppenberg (SPD) und Meinhard Tietz (Linke).

Zur Überraschung der Bürgermeisterin gab es im Anschluss nicht nur einen ersten Rundgang in dem komplett mit neuem Inventar bestückten Haus, sondern die Gruppen nahmen ihre neuen Räume sofort in Beschlag. Die Kollegen hätten mit Unterstützung von Eltern am Freitag "geackert von früh bis abends" und alles gereinigt und eingeräumt, erläuterte Kita-Leiterin Bärbel Gürtler dem Stadtoberhaupt.

Die Reinigung in Eigenregie war eine von mehreren Sparmaßnahmen, damit der Bau im Kostenrahmen bleibt. Als Obergrenze galt die Summe des Kommunalkredits von gut drei Millionen Euro, denn der Bau wird mit einem Darlehen zu günstigen Konditionen finanziert. Die Stadtverordneten hatten seinerzeit diese Variante mehrheitlich bestätigt, weil damit neben dem laufenden Sanierungsprogramm in Kita - derzeit ist das Spatzennest der AWO in der Hegermühle an der Reihe - zusätzlich bessere Bedingungen für eine Einrichtung geschaffen werden konnten. Der desolate dreigeschossige Vorgängerbau aus den 1980er-Jahren hätte sonst womöglich in naher Zukunft geschlossen werden müssen, war argumentiert worden.

Bislang seien rund 2,6 Millionen Euro "verbaut", teilte Planer Meier mit. Mittlerweile sei auch der Abriss des alten Gebäudes vergeben. Er soll in der ersten Juliwoche beginnen. Dort, wo jetzt noch der Plattenbau steht, wird ein Spielplatz für die Kinder gebaut. Buddelkästen und Schaukel finden sich schon jetzt auf der Terrasse hinter dem Haus.

Der Planer hob hervor, dass neben dem Kosten- auch der Zeitplan für das Vorhaben eingehalten wurde: Der gegliederte Flachbau mit seinen zehn Gruppen- und den dazugehörigen Neben- und Sanitärräumen sei innerhalb nur eines Jahres errichtet worden. Der erste Spatenstich war allerdings im Dezember 2010 erfolgt - eine Kreditbedingung.

Im kommenden Monat wird es laut Bärbel Gürtler die ersten Neuaufnahmen in der integrativen Einrichtung geben. Zuletzt wurden mit Sondergenehmigung 136 Mädchen und Jungen betreut, künftig können es 160 sein, darunter 50 im Krippenalter. Insbesondere für diese Plätze gebe es eine Warteliste, sagte sie.

Anfang August wolle man dann den Einzug gebührend feiern - bei einem Straßenfest mit einem Dankeschön an die am Bau beteiligten Firmen, mit Eltern und Tagen der offenen Tür für alle Interessierte, kündigte die Leiterin an.

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