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29.09.2009 17:39 Uhr - Aktualisiert 20.04.10 15:09 Uhr

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Mit Strausberg ist zu rechnen

Im Strausberger Norden drehen sich derzeit gleich mehrere Kräne. Am Segelfliegerdamm wachsen die Anbauten für das Rechenzent­rum der Bundeswehr in die Höhe. Am 20. November soll laut Berit Weber, Sprecherin der Wehrbereichsverwaltung (WBV) Ost, bereits Richtfest sein. Die Erweiterung, die auf einem Beschluss des Bundesverteidigungsministeriums aus dem Jahr 2002 basiert, soll 18,2 Millionen Euro kosten.

In dem eigentlichen Rechenzentrum-Modul neben dem dreigeschossigen Bürogebäude stehen am Ende laut Jörg Jankowsky von der WBV 72 Spezialrechner. Eingebaut wird ausfallsichere Kälte- und Klimatechnik, die von fünf gasbetriebenen Blockheizkraftwerken gespeist wird. Ansonsten wird Strom von den Stadtwerken Strausberg bezogen. 140 Beschäftigte arbeiten in der Computerzentrale, die eine von bundesweit drei ist. Unter anderem würden hier Rechenoperationen für die Bereiche Personal und Organisation sowie die Zentralen Dienste der Bundeswehr erledigt. Enthalten sind in dem Erweiterungsbau-Paket auch energetische Maßnahmen, die eine CO 2 Einsparung von 2000 Tonnen pro Jahr bringen, so Jankowsky.

Mit fast fünf Millionen Euro ebenfalls ein Großprojekt ist die Erneuerung der Betriebstechnik in der AIK. Im Wesentlichen seien Wasserleitungen zu sanieren, erläuterte Berit Weber. Dafür müsse alles aufgerissen werden. Außerdem ist in der AIK eine Photovoltaikanlage in Planung. Kostenpunkt: zwischen 600 000 und 800 000 Euro.

In der Barnim-Kaserne werden mit Geldern aus dem Konjunkturpaket vor allem die Bedingungen für den Sport verbessert. Zum einen soll auf dem Gelände eine neue Sporthalle entstehen. Die vorgesehene Fläche war bereits beim Biwak Anfang September erkennbar. Sie liegt am Weg zum Biwak-Platz. Für die Sporthalle sind 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Fertigstellungstermin ist der November 2010. Außerdem sollen auf dem Biwak-Platz neben dem Kleinspielfeld weitere Sportanlagen entstehen.

Schließlich ist mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket auch die Sanierung von Haus 18 auf dem Gelände der WBV vorgesehen. Dafür stehen in diesem und im nächsten Jahr rund 2,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Laut WBV hat die Bundesregierung für die Bundeswehr insgesamt 2,7 Milliarden Euro aus dem Topf bewilligt. Nach Brandenburg fließen 23,4 Millionen Euro, nach Strausberg 10,3 Millionen. Mehr als die Hälfte des Geldes wird laut Berit Weber über das Landesamt für Bauen Brandenburg an die regionale Wirtschaft gegeben. Entscheidend seien neben Preis auch Qualität, Erfahrungen und Referenzen. Mit zehn Märkisch-Oderländer Firmen gibt es überdies Rahmenverträge für Unterhaltung und Hausmeisterservice der Liegenschaften. Am Standort Strausberg gibt es 16 militärische Dienststellen mit rund 850 Beschäftigten.

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