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Christian Schoenberg 09.11.2012 19:02 Uhr
Red. Neuruppin, lokales@ruppiner-anzeiger.de

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Eindrücke von Bord der "Polarstern"

Seebeck (MZV) Südgeorgien hat keineswegs etwas mit dem Staat im Kaukasus zu tun. Kein Mensch lebt dort, 12 500 Kilometer von Mitteleuropa entfernt. Mitten im Südatlantik liegt die Insel, die nach dem englischen König Georg III. benannt ist und von unzähligen Königspinguinen, Seevögeln und kolossalen See-Elefanten bevölkert wird.

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Südgeorgien gehört zum Vortrag von Matthias Krüger

© MZV

Besuch haben sie von Matthias Krüger bekommen. Und am 16. November können sich die Besucher des Hauses des Gastes selbst ein Bild von seinen Eindrücken machen. Ab 19 Uhr wird er das Publikum mit einem lichtbildgestützten Vortrag in die Welt des unwirtlich erscheinenden Südatlantiks entführen. Krüger ist 23 Jahre alt und studiert Ozeanografie an der Universität Kiel. Sein Großvater Erich Krüger ist Mitglied im Kultur- und Sportverein "Haus des Gastes Seebeck" und überzeugte den Enkel, den Vortrag zu halten. In der Nordsee war der 23-Jährige schon auf einem Forschungsschiff unterwegs. "Über den Leiter dieser Reise bin ich mit Leuten es Alfred-Wenger-Instituts bekannt geworden", erzählt er.

Das AWI, wie die Einrichtung abgekürzt wird, ist viel mit dem Forschungsschiff "Polarstern" unterwegs. Und auf einer Tour vom 7. Januar bis zum 11. März dieses Jahres war Krüger dabei. Los ging es in Kapstadt, Endstation war Puntas Arenas an der Südspitze des amerikanischen Kontinents.

Der Student, der in Schönermark aufgewachsen ist, half als Hilfswissenschaftler bei der physikalisch-geologischen Erkundung des Ozeans aus. Dafür musste er zwar sein Studium unterbrechen. "Aber was man in den neun Wochen Forschungsreise alles so mitbekommt, kann kein halbes Jahr Studium ersetzen", sagt Matthias Krüger.

Gemessen wurde in seinem Fachgebiet vor allem die Verwirbelung in den Meeren. Veränderungen in der Temperatur, im Salzgehalt und in der Biosphäre in den einzelnen Schichten des Meeres spielen eine Rolle. Die Daten sollen unter anderem Aufschlüsse über den Klimawandel geben. "Es wird ja davon ausgegangen, dass der südliche Ozean eine große Rolle bei Klimaveränderungen spielt", so Krüger.

An der Auswertung der Daten ist er aber nicht mehr beteiligt. Das AWI ist ein ganz anderes Institut, als das, an dem er studiert. Seine Darstellungen beim Vortrag werde er ohnehin möglichst allgemeinverständlich halten - und vor allem die vielen unbekannten und deshalb auch sehr spannenden Landschaften der Südhalbkugel in den Vordergrund rücken. Dazu gehört auch Patagonien. Dorthin reiste Krüger privat weiter und bindet die Eindrücke ebenfalls in den Vortrag ein - eine Landschaft ebenso verlassen scheinend wie Südgeorgien und deshalb gleichsam faszinierend.

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