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09.10.2009 18:40 Uhr

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Chemie begeistert Schüler

. Seelow Mathematik, Biologie, Physik, Chemie und Informatik standen am Donnerstag für alle Schüler des Seelower Gymnasiums auf dem Stundenplan. Zum zweiten Mal fand in der Schule der Tag der Naturwissenschaften statt.

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Die Pausenklingel läutet - doch alle Schüler bleiben ruhig auf ihren Plätzen sitzen. Niemand scheint es eilig zu haben, den Unterrichtsraum zu verlassen. "Das ist viel besser als Unterricht", sagt Till Berger. Der Zwölfjährige nimmt die Tigelzange in die Hand, klemmt ein fünf Cent Stück dazwischen und hält es über die Brennerflamme. Innerhalb von Sekunden wird das Geldstück vergoldet, zumindest augenscheinlich. "Wir können hier alles selber machen, viel mehr ausprobieren", sagt Till. Der normale Unterricht fällt für den Tag der Wissenschaften aus.

"Wir hatten bereits im vergangenen Jahr einen Tag der Naturwissenschaften", erzählt Biologie- und Chemie-Lehrerin Anke Lüdke. Dieses Jahr sei allerdings mehr gemacht worden als nur eine Olympiade. Zu Beginn des Projekttages haben alle Schüler einen Test mit Fragen aus den Bereichen Mathematik, Biologie, Physik, Chemie und Informatik beantworten müssen. Am Nachmittag fanden dann Siegerehrungen statt.

Im Anschluss an die Olympiade wurden für die 7. und 8. Klassen in verschiedenen Räumen Experimente aufgebaut. Von Mikroskopieren über das Bauen einer Eisstielbrücke nach dem Vorbild Leonardo Da Vincis - ohne Kleber oder ähnlichem - bis hin zum Vergolden von Cent-Stücken war alles dabei.

Die Schüler der Klassenstufen 9 und 10 unternahmen dagegen Ausflüge in Unternehmen. Die Neunten waren im ZALF praktisch tätig. Die Schüler der zehnten Klassen teilten sich auf, für die einen ging es ins IHP und die anderen besuchten das Landesvermessungsamt. Die Sekundarstufe zwei hatte die Möglichkeit, sich Vorträge von Wissenschaftlern zu unterschiedlichen Themen, wie Organspende, Kunststoffrecycling, Bionik oder den Geschmack von Bier, anzuhören.

"Uns ging es vor allem darum, Begeisterung für die Naturwissenschaften zu wecken", sagt Anke Lüdke. Teamarbeit bei den Experimenten oder das Kennenlernen von wissenschaftlichen Forschungsmethoden solle so vermittelt werden.Außerdem sei das Gymnasium dabei, sich auf regionale und nationale Ausscheide vorzubereiten. Für die Schüler der Sekundarstufe 2 bot der Tag zudem einen kleinen Vorgeschmack auf das Studium. Anke Lüdke lächelt: "Wenn sie zu spät zu den Vorträgen erschienen, war der Raum voll und sie mussten auf einen anderen Vortrag ausweichen."

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