Potsdam . Die Umweltverbände NABU und BUND fordern von der künftigen Brandenburger Landesregierung einen Verzicht auf tagebaubedingte Umsiedlungen. "Unsere Forderung, dass keine Umsiedlungen für neue Tagebaue durchgeführt werden dürfen, bleibt bestehen", sagte der Landesvorsitzende des Naturschutzbunds Deutschland (NABU), Tom Kirschey, am Donnerstag in Potsdam. Es dürfe nicht sein, dass die Menschen in Proschim, Welzow, Atterwasch, Kerkwitz und Grabko jahrzehntelang auf Koffern sitzen müssen.
Ob die Braunkohle weiter genutzt wird, hänge davon ab, ob sie ab 2020 klimafreundlich eingesetzt werden kann. "Dies ist bislang völlig unklar", sagte Kirschey. Mit den angekündigten Planungen würden aber die Entwicklungschancen der Region blockiert.
Darüber hinaus fordern der NABU und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dass Eingriffe in Natur und Landschaft wegen der Braunkohleförderung künftig "erheblich kritischer beurteilt werden als bisher". Besonders die Auswirkungen auf den Landeswasserhaushalt seien neu zu bewerten.
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