Potsdam . Die Genehmigung des Landesbergamts für die Erkundung unterirdischer Kohlendioxid-Speicher bei Neutrebbin im Landkreis Märkisch-Oderland steht noch aus. "Der Antrag ist noch in Arbeit. Wann eine Entscheidung fällt, steht noch nicht fest", sagte der zuständige Abteilungsleiter Ulrich Obst am Dienstag auf ddp-Anfrage. Es handele sich bei dem Auftraggeber allerdings nicht wie beim Antrag für das Gebiet bei Beeskow im Kreis Oder-Spree um den Energiekonzern Vattenfall, fügte Obst hinzu.
Die Gesteinsschichten werden laut Obst bei den Erkundungen mit seismischen Wellen beschallt. Dabei werde der Ausschlag gemessen, um herauszufinden, wie die Gesteinsschichten strukturiert sind und ob sie sich für eine CO2-Lagerung eignen.
Am Montag war bekanntgeworden, dass das Bergamt Vattenfall Erkundungen in Kreis Oder-Spree genehmigt hatte. Nun muss der Konzern Obst zufolge einen Betriebsplan für die Erkundungen aufstellen und beim Bergamt einreichen. Sollte die Zulassung erfolgen, könnte die Erkundungen im Sommer 2010 beginnen.
Brandenburg will für eine weitere Braunkohle-Verstromung einen drastisch verringerten CO2-Ausstoß durchsetzen. Dazu soll die sogenannte CCS-Technologie zur Abscheidung und unterirdischen Speicherung von CO2 erprobt werden. In den beiden für die Erprobung vorgesehenen Regionen gibt es starke Widerstände gegen die Verpressung von CO2 im Erdreich.
Für die Region um Beeskow wird Vattenfall in den nächsten Wochen einen Betriebsplan erarbeiten. Dieser muss anschließend ebenfalls vom Landesbergamt... mehr
Mit einem Aufruf zur Großdemonstration hat die Bürgerinitiative Neutrebbin auf die Genehmigung des Bergamtes zur Erkundungsbohrung in Neutrebbin reagiert.... mehr
Mit einem Aufruf zur Großdemonstration hat die Bürgerinitiative Neutrebbin auf die Genehmigung des Bergamtes zur Erkundungsbohrung in Neutrebbin reagiert.... mehr
