Angermünde . Staatlich anerkannter Erholungsort ja, staatlich anerkannter Erholungsort nein? Und wie kann der Titel am besten an Land gezogen werden? Die politische Debatte darum ist in vollem Gange. Im nächsten Sommer soll der Kampf möglichst von Erfolg gekrönt sein. Dazu müssen noch die Verantwortlichen in Potsdam überzeugt werden.Aber erst einmal hatte sich die Ländliche Bürgergemeinschaft quer gestellt.
Sie will verhindern, dass bei dem für die Stadt wichtigen Projekt die Ortsteile abgehängt werden. Fraktionsvorsitzender Burkhard Grambauer erklärte erst jüngst zu einer Ausschusssitzung: "Wir wollen, dass alle Orte bedacht werden, sonst bleiben 50 Prozent der Einwohner außen vor." Doch für die Stadtverwaltung sollten endlich eindeutige Entscheidungen her, um im Titelkampf nicht weitere Verzögerungen in Kauf nehmen zu müssen. Sie nannte bereits einen klaren Zeitplan: 4. November Stadtverordneten-Beschluss, ab 9. November Vorprüfung der Unterlagen beim Ministerium, bis 15. Januar Einbeziehung der Kommunalaufsicht, im Mai Begrüßung des Landesfachbeirates in Angermünde, im Sommer Prädikaterteilung. Ursprünglich sollte der Landesfachbeirat bereits in diesem Jahr sein Urteil abgeben. Die Stadtverordneten hatten im November 2004 die Verwaltung beauftragt, einen Antrag zur Erlangung des Titels "Staatlich anerkannter Erholungsort" vorzubereiten. Um die Titelanerkennung nicht zu gefährden, sendet die SPD-Fraktion ein "eindeutiges Signal" an die Ortsteile, dass auch an sie gedacht wird. Dazu legt sie zur nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Antrag vor, berichtet Fraktionschef Olaf Theiß.
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