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Kein Glück mit der "Linde"

Tempelfelde . Wieder ohne Gaststätte ist die Gemeinde Sydower Fließ. Während der Ortsteil Grüntal schon lange gastronomisches Niemandsland ist, hat der Ortsteil Tempelfelde mit der Gaststätte "Zur Linde" ein Gebäude, dass alles hat, was zünftige Dorfgaststätten noch in den 1950er und 1960er Jahren ausmachten. Dazu kommt, dass das Haus der Gemeinde gehört. Bis vor kurzen gab es dafür eine Pächterin, der aber von der Gemeinde gekündigt worden ist. Zu den Gründen der Kündigung hielt man sich bedeckt.

  Geschlossen: Die ehemalige Tempelfelder Gaststõtte "Zur Linde" mit Saal und Klubrõumen steht wieder leer. Foto: MOZ/Sergej Scheibe ©

Mit der Gaststätte "Zur Linde" hat man in Tempelfelde offenbar kein Glück. Mehrere Jahre wurde in das Gebäude investiert. Es verfügt neben Restaurant und Küche über einen großen Saal mit Bühne sowie über Klubräume. Nach Information aus der Gemeinde sind 130 000 Euro investiert worden, darunter auch Fördermittel. Bis 2006, da waren noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen, gab es einen Pächter, der Ende 2006 das Handtuch geworfen hat. Gut ein Jahr später war eine neue Pächterin gefunden. Und jetzt steht das Haus wieder leer.

"Die Situation ist im Moment natürlich sehr unschön", sagt der Vize-Bürgermeister von Sydower Fließ Klaus-Peter Blanck. Über eine Anzeige im Biesenthaler Amtsanzeiger versuche man, einen neuen Pächter zu finden, der Ideen mitbringt und ortsübliche Befindlichkeiten berücksichtigen kann, kündigte Blanck an.

Sorge gab es in der Gemeinde, dass man die Fördermittel, die Sydower Fließ für die Sanierung der "Linde" erhalten hat, wieder zurückzahlen muss. In der jüngsten Ge­mein­de­vertretersitzung gab Astrid Schaefer von der Bauabteilung der Amtsverwaltung Biesen- thal-Barnim jedoch Entwarnung. Dass die Gaststätte im Moment leer stehe sei allein noch kein Beinbruch. Sie dürfe nur nicht veräußert oder zweckentfremdet werden - das wäre dann "förderschädlich", klärte die Frau aus der Amtsverwaltung auf. Nachweisen müsse die Gemeinde Sydower Fließ aber, dass man sich kümmere, um in der "Linde" wieder zu der angestrebten Nutzung als Gaststätte und Dorfzentrum zu kommen.

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