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Wirtschafsförderer setzen auf "Saubere Technologien"

Potsdam . Die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) als Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes setzt bei Ansiedlungen und Existenzgründungen künftig verstärkt auf den Schwerpunkt "Saubere Technologien". Das Land sei auf dem besten Weg, bundesweit die führende Region für "Clean-Technology" im Energiebereich zu werden, sagte ZAB-Geschäftsführer Steffen Kammradt der Deutschen Presse- Agentur dpa in Potsdam. Um ihre Schlagkraft auf diesem Gebiet u erhöhen, werde bei der ZAB jetzt die Kompetenz in einer Spezialeinheit gebündelt.

  Solarkraftwerk auf dem fr³heren Lieberoser Truppen³bungsplatz: Die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) als Wirtschaftsf÷rdergesellschaft des Landes setzt bei Ansiedlungen verstõrkt auf den Schwerpunkt "Saubere Technologien". Foto: dpa ©

"Ziel ist, dass saubere Technologie in Brandenburg zu einem starken Wachstumsfaktor wird", erläuterte Kammradt. "Das sehen wir als eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftsförderung." Das Land habe hohe unternehmerische Kompetenz und enormes wissenschaftliches Potenzial auf diesem Sektor. Beides sei aber noch nicht ausreichend miteinander verknüpft.

An der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus gebe es beispielsweise einen Bereich Leichtbau für Metall, in Teltow und Potsdam Forschungseinrichtungen, die neue leichte und feste Kunststoffe unter anderem für den Flugzeugbau entwickeln. "Diese Themen wollen wir stärker als bisher unter dem Gesichtspunkt des umweltschonenden Energieverbrauchs mit unseren Aktivitäten verbinden."

Bisher wurden laut Kammradt "Saubere Technologien" nur in den einzelnen Teams und in der jeweiligen Industriesparte gesehen. Nun sollen alle Abteilungen des Hauses einbezogen werden. Deshalb sei eine sogenannte Task-Force aus allen Teams gebildet worden. "Erste Aufgabe ist zu identifizieren, wo die besonderen Stärken Brandenburgs liegen und auch zu schauen, welche Prioritäten wir setzen."

"Was ganz vorn stehen wird, ist die Vernetzung erneuerbarer Energien", betonte der Geschäftsführer. Neben der Beratung der einheimischen Industrie habe die ZAB auch Ansiedlungen im Blick, also das Anwerben oder die Erweiterung von Firmen, die mit neuen Werkstoffen, mit umweltschonenden Methoden oder mit neuen Energiequellen arbeiten wollen. Mit einer neuen Internetseite will die ZAB die Möglichkeiten und Kompetenzen international aufzeigen.

"Unsere Aufgabe im Moment ist, das Profil des Landes auf diesem Sektor zu schärfen", stellte Kammradt fest. Wir haben hier Weltklasse-Themen: Die weltweit zweitgrößte Solar-Freiflächenanlage in der Lieberoser Heide, das weltweit erste Hybridkraftwerk in der Uckermark und die Carbon-Capture-and-Storage-Technologie (CCS) zur unterirdischen Lagerung von Kohlendioxid wecke international Interesse. "Wir bereiten gerade die Fakten auf, um sie weltweit bekanntzumachen und bei Investoren Interesse zu wecken." Dabei würden auch Unternehmen aufgelistet, die neue Wege beim Energieverbrauch gingen wie die Ortrander Eisenhütte (Oberspreewald-Lausitz).

Um die Sache voranzubringen, sei ein Mitarbeiter für "Clean Technology" neu eingestellt worden, sagte Kammradt. Er arbeite eng mit fünf Angehörigen der Teams Industrie und Energie zusammen. Inzwischen lägen schon zahlreiche Anfragen vor. "Im Messebereich gibt es sogar Interesse aus China." Gespräch: Thorsten Gehrke, dpa (Internet: www.zab.de) [ZAB]: Steinstraße 104-106, 14480 Potsdam dpa tg yybb a3 bb

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