. Müllrose Die Negativserie der Handball-A-Jugend der HSG Schlaubetal hält in der Oberliga weiter an. Im Auswärtsspiel beim HSV Senftenberg kassierte sie beim 22:24 (9:13) verdient ihre dritte Niederlage in Folge. Die Müllroser müssen sich auf einen Abstiegskampf einstellen.
Muss viel abwehren: Der M³llroser Torwart Florian Kubusch hatte in den 60 Minuten im Tor der Schlaubetaler in Senftenberg mehr zu tun, als ihm lieb war. Er musste 24 mal hinter sich greifen. Das war zweimal mehr als sein Gegen³ber. Foto: MOZ/Gerrit Freita
Die Senftenberger hatten bisher erst ein Spiel gegen den Tabellenletzten MTV Altlandsberg gewonnen. Gegen Schlaubetal überzeugten sie mit einer unbändigen Kampfkraft und konnten somit ihre spielerischen Defizite ausgleichen.
Die Schlaubetaler enttäuschten dagegen wiederum kämpferisch und nutzten somit auch ihre spielerischen Vorteile nicht. Die Gäste lagen zwar nach sechs Minuten mit 3:1 in Front, das war jedoch die letzte Führung im gesamten Spiel. Anschließend liefen die Schlaubetaler aufgrund ihrer sehr schlechten Chancenverwertung stets einem Rückstand hinterher.
Als die Gastgeber nach 25 Minuten mit 10:6 in Führung gingen, war Trainer Uwe Hobelmann zur Auszeit gezwungen. Der Angriff der Schlaubetaler kam nicht auf Touren. Zwar bemühten sich die Müllroser um ein schnelles Spiel. Dieses fand jedoch überwiegend quer vor der Deckung statt und wurde nicht in den Lücken der Senftenberger Abwehr gesucht. Die Senftenberger hatten somit wenig Probleme, sich auf das einfallslose Spiel der Gäste einzustellen. Der Rückstand zur Halbzeit betrug 9:13.
Nach der lauten Halbzeitansprache sowie einigen Umstellungen in der Formation hoffte Trainer Uwe Hobelmann noch auf eine Wende in der zweiten Halbzeit. Allerdings bauten die Senftenberger ihren Vorsprung weiter kontinuierlich aus. Selbst einfachste Dinge gelangen nicht. Klare Chancen wurden ausgelassen. Im Abwehrverhalten waren die Schlaubetaler oft einen Schritt zu spät. Nach dem 20:14 für die Gastgeber in der 49. Minute stellten die Gäste auf eine offensive 3:3-Deckung um und kamen somit zu einigen Ballgewinnen. Sie verkürzten auf 18:20 und hatten mit zwei Siebenmeter-Würfen nochmals die Chance, das Spiel zu wenden. Doch ein überheblicher Drehwurf sowie ein Wurf zwei Meter über das Tor stoppten die Aufholjagd. So schafften die Senftenberger mit dem 22:18 nach 55 Minuten die Vorentscheidung. Am Ende stand dann eine verdiente Müllroser Niederlage mit 22:24. Den Sieg hatten sich die Senftenberger aufgrund ihrer guten Leistung verdient. Und das ist auch das Problem der Schlaubetaler Mannschaft, die immer noch glaubt, dass man mit "Schönspielen" irgendwelche Blumentöpfe gewinnen kann. So zeigte sich Trainer Uwe Hobelmann nach dem Spiel auch sehr ratlos. "Ich kann den Jungs im Training wirklich nichts vorwerfen. Alle ziehen mit und werfen fast die Tornetze kaputt. Heute machen wir mit Rückraumwürfen nur vier Tore und lassen jegliche Einstellung als Grundvoraussetzung für Mannschaftssport vermissen. Wir werden jetzt im Training einiges ändern. Scheinbar muss es öfter mal weh tun, damit die Mannschaft lernt, den kämpferischen Aspekt zu schätzen."
HSG Schlaubetal: Florian Kubusch, Robert Steiffert, Norman Szymanowski (5), Sebastian Bannert (3), Tom Strohbach, Andre Hild (5), Tobias Hallert (1), Norbert Graßhoff, David Schaffranke (4), Max Albinus (1), Marcel Jüterbock, Petrido Prötel (3);
Zeitstrafen: HSV Senftenber 5, HSG Schlaubetal 3; Siebenmeter: HSV Senftenberg 4/4/HSG Schlaubetal 5/3; SR: Frind/Töpfer ( Doberlug-Kirchhein)
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