Petershagen-Eggersdorf . Zum wiederholten Male kommt am Donnerstag die Baumschutzsatzung der Gemeinde auf den Tisch. Aus der Baumschutzsatzung soll nun möglicherweise eine Baumschutzverordnung werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage haben Andreas Lüders, FDP- und CDU-Gemeindevertreter eingereicht.
Diskutiert worden ist das Thema in den Ausschüssen nicht, nur im Hauptausschuss, wo es allerdings scheiterte. Dabei ist keine andere Satzung der Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren so häufig Veränderungen unterworfen gewesen wie die Baumschutzsatzung des Doppeldorfes. Drei unterschiedliche Fassungen und drei Änderungssatzungen sprechen davon. Erst 2008 hatten die Gemeindevertreter nach emotionsgeladenen Diskussionen und durch eine eigens zu diesem Zwecke gegründete Arbeitsgruppe das Satzungswerk neuen Gegebenheiten angepasst.
Dennoch halten die Einreicher die im Dezember 2009 auslaufende Brandenburgische Baumschutzverordnung für ausreichend, um den "ortsbildprägenden Waldcharakter der Gemeinde" zu "erhalten" und dass damit gleichzeitig "eine Umgestaltung der Kiefern-Monokulturen zu naturnahen Mischwaldbeständen erfolgen kann".
So ist es der Begründung zu ihrem Beschlussantrag zu entnehmen. Vor allem glauben sie, dass es der hohe Schutzstatus der Kiefer dem Grundstückseigentümer nahezu unmöglich macht, das in der Präambel verankerte hohe Maß an Handlungsfreiheit und Eigenverantwortung im Umgang mit Bäumen zu entwickeln.
Doch die Präambel betone nicht nur jene Eigenverantwortung, sondern zuallererst den Erhalt des Ortes als grüne Siedlung mit umfangreichem Baumbestand und zahlreichen Alleen, sagt die Ortsgruppe des Naturschutzbundes. Namens dieser sieht Norbert Hörnicke die Gefahr einer einseitig ausgerichteten Interpretation.
Die Satzung ziele vorrangig auf das Gemeinwohl. Doch gerade den Nachhaltigkeits-Gedanken sehen NABU und Lokale Agenda in Gefahr, wenn die Baumschutzverordnung des Landes zur Geltung kommen soll. Denn seit der Lockerung einiger Bestimmungen in der eigenen Satzung könnten zwar mehr Bäume gefällt werden als zuvor, doch die Zahl der Nachpflanzungen halte mit diesen nicht Schritt, hat der NABU längst festgestellt. Bei einer nun avisierten gravierenden Änderung müsse die Thematik zunächst in den Fachausschüssen diskutiert werden, wird daher seitens des Naturschutzbundes gefordert.
Auf Nachfrage im zuständigen Sachbereich des Rathauses kann auch von einem Kiefern-Monokultur-Charakter im Doppeldorf kaum die Rede sein. Das wäre nur auf eindeutigen Waldgrundstücken so, sagte Sonja John, betrifft jedoch nicht die Mehrzahl der Grundstücke. Auf den Ort bezogen, seien es vielmehr Fichten, die in ähnlicher Zahl auf den Grundstücken vertreten seien, häufig selbst gepflanzte Edel-Fichten.
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Neueste Kommentare
22.05.2012 13:44:53 Isenhagen
Politiker im Aufsichtsrat ist das gleiche
22.05.2012 13:43:43 traurige Zukunft
@ Silvio R
22.05.2012 13:42:25 Berta
Da wird das Fest ja leer
22.05.2012 13:28:25 Isenhagen
Preetz
22.05.2012 13:23:04 Michael
Heiße Tanzschau