Altlandsberg . In roten Lettern springt es dem Autofahrer ins Auge: Tiere können nicht sprechen! Bäume können nicht reden! Der Mühlenfließ kann nichts sagen! Aber wir können etwas dagegen tun! Oder: Verkehrsberuhigung in Radebrück, zum Beispiel durch Kreisverkehr, Ampeln, Lärmschutz
Transparente aus jeder Richtung: So wie dieses machen an der Stra▀e zwischen Bruchm³hle und Radebr³ck mehrere Transparente auf das Anliegen aufmerksam. Foto: B³rgerinitiative
Die Transparente neben der Straße zwischen Bruchmühle und Radebrück sind für Kraftfahrer kaum zu übersehen. Sie sollen an jener Stelle den Unmut der Bürger gegen eine Ortsumgehung Radebrücks auf der grünen Wiese artikulieren und dazu auffordern, geplante Bauvorhaben des Landes aus neuer Sicht zu überdenken. "Allerdings haben wir den Eindruck, dass unser Anliegen bisher wenig Gehör gefunden hat und das enttäuscht uns schon", sagt Frank Grunow, einer der Sprecher der Bürgerinitiative aus den Bruchmühler Wohngebieten Zum Mühlenfließ und Am Wiesengrund.
Doch Abwarten und Sich-Fügen ist nicht Sache der Betroffenen. Immerhin treffen sie sich seit Bekanntwerden des Entwurfs für den Landesstraßenbedarfsplan 2010 sonntags an der Straßenecke. Zahlreiche Aktivitäten zeugen von ihrem Entschluss, sich gegen kurzsichtiges Reagieren zu wehren: Unterschriftensammlungen, Flugblätter, Protestschreiben, vom Sprecherrat an die Landesbehörde überbrachte Stellungnahmen und mehr.
Eine mit viel Aufwand und Ideen eingerichtete Internetseite gehört ebenfalls dazu: www.keine-ortstrennung-in-bruchmuehle.de. Anliegen, Argumente, Fotos klären darüber auf, dass es den Bruchmühler Bürgern ernst ist. Auch im Ort findet man immer mehr Akzeptanz. Firmen halfen z. B. beim Erstellen der Transparente. Und am 12. Dezember geht es auf Protestmarsch, polizeilich angemeldet.
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