Rüdersdorf . Die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn (SRS) hat am Dienstag ihren ersten Niederflur-Zug präsentiert: ein dreigliedriges Gefährt mit tiefergelegtem Mittelteil - Baujahr 1990. Bisher rollte die Tram durch Cottbus. Von dort sollen im kommenden Jahr weitere zwei Züge hinzukommen. Bei der Jungfernfahrt von Schöneiche nach Rüdersdorf und zurück hatte der bisherige Bundestagsabgeordnete und Erkneraner Stadtverordnetenvorsteher Jörg Vogelsänger (SPD) seinen ersten offiziellen Auftritt als Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft in seiner Heimat.
Strahlen mit Staatssekretõr J÷rg Vogelsõnger um die Wette: Stra▀enbahn-Betriebsstellenleiter Sebastian Stahl, B³rgermeister Heinrich J³ttner und Stra▀enbahn-Geschõftsf³hrer Detlef Br÷cker vor der neuen Niederflur-Tram aus Cottbus.
Vogelsänger meinte mit Blick auf die SRS-Trasse: "Im Flächenland Brandenburg sind Menschen auf Mobilität angewiesen", darum seien bereits neun Millionen Euro Fördermittel aus der Landeskasse an die SRS und die Woltersdorfer Straßenbahn geflossen. Weitere 2,3 Millionen seien es bis 2011.
Gerade erst waren zwei Haltestellen und 960 Meter Gleis in Rüdersdorf fertiggestellt worden. SRS-Geschäftsführer Detlef Bröcker verwies allerdings auf die begrenzten Möglichkeiten des Unternehmens. Fördergeld steht bislang nicht für Fahrzeuge zur Verfügung.
Der Cottbus-Import hat sechs Achsen, zwei Gelenke und ein tiefergelegtes Mittelteil für den ebenerdigen Einstieg in Bahnsteig-Höhe. Cottbusverkehr hatte den Umbau 1996 machen lassen. Der dortige Geschäftsführer Ulrich Tomsch sagte: "Wir waren 2003 die ersten, die auf jeder Strecke Niederflur-Bahnen anboten und haben damit sehr gute Erfolge erzielt."
Der Cottbusser Tatra-Zug hat 51 Sitz- und 93 Stehplätze. Für insgesamt drei dieser Bahnen will die SRS zwei ihrer alten, 18 Meter langen Tatras (33 Sitz-, 83 Stehplätze), Baujahr 1980, ausmustern. Der erste Cottbuser Zug geht im Frühjahr bei der SRS in Dienst. Das heißt unter anderem: die Lackierung anpassen, Änderungen am Innenausbau und Fahrkarten-Verkaufstechnik installieren. Die nächsten beiden Bahnen kommen etwa in einem Abstand von je einem halben Jahr.
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