Frankfurt . Frankfurt wird Brandenburgs erstes Tageshospiz für unheilbar kranke Kinder erhalten. Die Mietverträge für Räume im alten Bezirkskrankenhaus an der Heilbronner Straße sind unterschrieben. Und mit mehr als 20 000 Euro, die am Dienstag im Turm 24 von den vier Frankfurter Serviceclubs an den Träger des Vorhabens, die Björn-Schulz-Stiftung übergeben wurden, ist eine kräftige Anschubfinanzierung vorhanden.
Jürgen Schulz von der Stiftung, der für seine unter der Marke Sonnenhof bekannte Hospizarbeit morgen mit einem Bambi ausgezeichnet werden soll, freut sich, nun auch in Frankfurt loslegen zu können. "Es gibt hier mehrere Familien mit unheilbar kranken Kindern, die auf so eine Einrichtung dringend warten. Die an Krebs, Stoffwechsel- und Muskelerkrankungen oder Erbkrankheiten leidenden Linder und Jugendlichen brauchen viel Fürsorge, was ihre Familien jahrelang bis aufs äußerste seelisch und körperlich extrem belastet. Um sie in diesen Extremsituationen zu unterstützen, ihnen einen Teil der Last abzunehmen, wird das Hospiz hilfreich sein."
Wie mehrere Ärzte der Region haben auch die vier Serviceclubs - Kiwanis, Rotarier, Lions und Lions Viadrina - diese Not der betroffenen Familien erkannt und bei ihrem gemeinsamen Neujahrsempfang sowie weiteren Aktivitäten für das Vorhaben gesammelt. Insgesamt sind so 20 225 Euro zusammen gekommen. Zugleich übergaben Falck Bell (Kiwanis) und Ellen Neugebauer noch einen Sachgutschein über 380 Euro, damit für das Hospiz auch schon Spielzeug eingekauft werden kann. "Solche Spendensammlungen zu organisieren, ist für alle unsere Mitglieder eine enorm zeitaufwändige, aber durchaus angenehme Aufgabe, an der wir viel Freude haben, denn wir sehen, dass der Einsatz sinnvoll ist", so Bell.
Schulz berichtete, dass er gleich im Anschluss an die Scheckübergabe noch mit seinem verantwortlichen Bauingenieur in die ausgesuchten Räume gehen wollte, damit mit dem Planungen zügig begonnen werden kann. Bereits ab 1. Dezember gilt der Mietvertrag. Für die Bauarbeiten rechnet. Schulz mit sechs bis acht Monaten, so dass das Hospiz im Sommer kommenden Jahres eröffnet werden kann. Die Spenden der Clubs sollen für die Ausstattung von vier Kinderzimmern für die kleinen Patienten Verwendung finden. Darüber hinaus entstehen ein Snoozelraum (Kuschelraum) sowie Aufenthaltsräume für Eltern und Kinder mit entsprechender Einrichtung. Damit diese Pläne Wirklichkeit werden, ist der Verein auch weiter auf Spenden angewiesen, so Schulz.
www.bjoern-schulz-stiftung.de
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