Wriezen . Die meisten Besucher des Plenums waren jüngst direkt von der Demonstration gekommen. Sie trugen noch die gelben T-Shirts, auf denen ihr Protest gegen die CO 2 -Verpressung sichtbar wird. Sie stellten kritische Fragen an die Redner, brachten Ängste zum Ausdruck. Ministerin Jutta Lieske (SPD) bekräftigte im Laufe der zweistündigen Podiumsdiskussion, die von MOZ-Redaktionsleiter Dietmar Rietz geleitet wurde, dass sie für eine wissenschaftliche Erprobung der CCS-Technologie sei.
"Das Damoklesschwert CCS-Technologie hängt über unserer Region", erklärte Ulf Stumpe von der Bürgerinitiative CO 2 ntraEndlager. Er machte deutlich, dass er die Verpressung des Gases in tiefe Gesteinsschichten für lebensgefährlich hält, weil man keine Aussagen über das Verhalten des flüssigen CO 2 treffen könne. Demgegenüber schätzte Joachim Kühn vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam die Gefährdung als sehr gering ein. Er erforsche die CCS-Technologie als Wissenschaftler völlig wertfrei.
Dies wurde von mehreren Zuschauern bezweifelt. So führte Imma Harms aus Reichenow an, dass die Erkundung in der Region ausschließlich von Vattenfall durchgeführt werde. "Sie erlernen Durchsetzungstechniken gegen die Bürger als Teil des Erkundungsunternehmens", warf sie dem Vorstandsvorsitzenden des Konzerns, Reinhard Hassa, vor, der dies von sich wies. Sein Konzern wolle bis zum Jahr 2050 CO 2 -neutral produzieren und dafür die CCS-Technologie anwenden. "Sie missbrauchen uns als Versuchskaninchen", rief eine Zuschauerin. " Von Versuchskaninchen kann hier keine Rede sein", widersprach Joachim Kühn.
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