Seelow/Neulewin . Die Zuckerrübenkampagne 2009 steht vor dem Abschluss. "Bis zum 22. Dezember müssen alle Rüben im Könnerner Werk sein", sagt Jörg Berndt, der Anbauberater für die Region. Dass die Kampagne länger dauert als geplant, sei der enormen Menge an Rüben geschuldet, die in diesem Jahr im Oderland herangewachsen ist.
"Wir haben einen Durchschnittsertrag von 630 Dezitonnen je Hektar erreicht. Das ist nicht nur absolute Spitze, sondern liegt auch um etwa 30 Prozent über dem langjährigen Mittel", macht Jörg Berndt deutlich.
In Märkisch-Oderland seien in diesem Jahr von rund 1959 Hektar Anbaufläche rund 118 000 Tonnen des "süßen Goldes" geerntet worden. Geplant waren rund 89 000 Tonnen, so Berndt. "Die Rüben werden alle bezahlt", versichert der Vertreter der Könnerner Zuckerfabrik angesichts der Überlieferung. Allerdings müsse "jeder Landwirt mit einer gewissen Vortragsmenge auf 2010 rechnen", so Jörg Berndt. Das heißt: Im kommenden Jahr wird die Lieferquote für die Zuckerbauern der Region sinken.
Das Ausmaß des Erfolges in der diesjährigen Zuckerrübenproduktion macht der Zuckergehalt der Rüben komplett: Er liege statt des geplanten Basisgehalts von 16 Prozent bei 18,3 Prozent, weiß der Anbauberater. Zu Beginn der Kampagne Ende September waren es sogar 19 Prozent. Aber "durch die erheblichen Niederschläge im Herbst gab es noch mehr Massezuwachs, der zum Teil zu Lasten des Zuckergehaltes ging", erklärt Berndt.
Trotz der schlechten Erntebedingungen habe sich der Schmutzbesatz der Rüben dank der Vorreinigung in der Rüben-Verlade-"Maus" im Rahmen gehalten, resümiert der Vertreter der Zuckerfabrik. Der Erdbesatz der Märkisch-Oderländer Zuckerrüben habe unter fünf Prozent und damit unter dem Durchschnitt der Könnerner Fabrik gelegen. Das bedeute, dass es keine Abzüge gebe, erläutert der Anbauberater.
Er weiß um die zum Teil hohe Belastung des Straßenverkehrs durch die Rübentransporte. Immerhin werden pro Tag etwa 3000 Tonnen Rüben von rund 120 Lkw aus der Region abgefahren.
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