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Dirk Nierhaus 30.09.2013 22:13 Uhr - Aktualisiert 01.10.2013 15:59 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Telekom markiert Telefonkabel im Einsatz gegen Kupferdiebe

Hohenbruch (MZV) Kabeldiebstahl kostet die Deutsche Telekom Millionen. Dagegen geht das Unternehmen in der Region nun vor. Es markiert seine Leitungen mit sogenannter künstlicher DNA. So sollen Diebe abgeschreckt werden, die es auf Kupfer abgesehen haben.

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Ein Telekom-Mitarbeiter markiert Kupferkabel mit künstlicher DNA.

© Dirk Nierhaus

Die künstliche DNA wird mit Hilfe ferngesteuerter Drohnen auf oberirdische Leitungen aufgepinselt. Das führte die Telekom am Montag auf einem Feld im Kremmener Ortsteil Hohenbruch vor. Dort ist das Telefonkabel bereits achtmal gestohlen worden. "Die Flüssigkeit durchdringt den Mantel, sodass auch das Kupfer Markierungen aufweist", erklärte Dr. Rüdiger Caspari, Leiter Technische Infrastruktur der Niederlassung Nordost der Telekom. Für den Dieb sei nicht erkennbar, ob ein Kabel mit künstlicher DNA markiert worden sei oder nicht.

Die damit behandelten Kabel weisen einzigartige Muster auf. So können sie zweifelsfrei dem Eigentümer zugeordnet werden. Es wird also schwerer, die Beute zu verkaufen. Für den Dieb besteht zusätzlich die Gefahr, selbst mit der künstlichen DNA in Berührung zu kommen. Ein unbeschädigtes Molekül genügt, um ihn mit der Tat in Verbindung zu bringen. "Wir setzen darauf, dass der DNA-Einsatz Diebe abhält", machte Manfred Strifler, Sicherheitschef der Telekom, deutlich.

Ihm zufolge hat es Kabeldiebstahl zwar schon immer gegeben. "Früher waren das aber eher Einzelfälle. Seit einigen Jahren verzeichnen wir jedoch parallel zu den enorm gestiegenen Kupferpreisen eine dramatische Zunahme", sagte Strifler. Die Markierung der Kabel mit künstlicher DNA dient nicht nur der Abschreckung. Die Telekom will damit auch ihre Kunden schützen. "Wenn ein Kabel gestohlen wird, fallen im betroffenen Gebiet ja Telefon, Internet und möglicherweise Fernsehen aus - und zwar solange, bis ein neues Kabel installiert wird", sagte er.

Im Mai hat die Telekom in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern mit den Markierungsarbeiten begonnen. Bis Ende 2014 dauern sie an.

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