Müllrose . Mit einem 53:22 (29:9)-Sieg über Chemie Guben II sind die Handballer der HSG Schlaubetal in der Landesliga Süd-Ost vor dem letzten Spieltag im Rennen um den Aufstieg in die Verbandsliga Süd geblieben. Um den ersten Platz noch zu erreichen, ist am Sonnabend in einem echten Endspiel bei Spitzenreiter LHC Cottbus II ein weiterer Sieg erforderlich.
Die Vorbereitung auf die Partie gegen den Tabellenletzten Guben stand unter keinem guten Stern. Zum Langzeitverletzten Paul Schmat gesellten sich als krankheitsbedingte Ausfälle Andreas Schutty, Robert Düring und Matthias Gliese. Auch konnte Trainer Olaf Ermling nicht auf die erprobten Nachwuchskräfte Matthias Stalla und Pascal Hötzel zurückgreifen, die mit der A-Jugend nach Finsterwalde gereist waren. Dennoch waren alle zuversichtlich, auch mit acht Feldspielern die Hürde zu nehmen.
Die Verbliebenen zeigten von Beginn an, wer in der Müllroser Schlaubetalhalle Herr im Hause ist. Das Spiel hatte noch nicht richtig angefangen, da waren die Gäste schon auf der Verliererstraße. Erst beim Stand von 8:0 und dem ersten kurzen Luftholen der Schlaubetaler markierte Guben seinen ersten Treffer. Das Spiel verlor schnell jegliche Spannung, es blieb ein Training unter Wettkampfbedingungen. Trainer Ermling testete im Hinblick auf Cottbus verschiedene Varianten in der Deckung und im Angriff. Beim Stand von 29:9 ging es in die Kabinen, viel gab es nicht zu besprechen.
Die zweite Halbzeit verlief kaum anders. Schon kurz nach Anpfiff markierten die Schlaubetaler weitere drei Treffer. Guben wurde nun regelrecht vorgeführt. Die Gäste hatten in ihren Reihen nur einen torgefährlichen Mann, der es immerhin auf elf Treffer brachte. Am Ende durften die treuen HSG-Fans ein 53:22 feiern.
Am Sonnabend (14 Uhr) muss die Spielgemeinschaft des Müllroser SV und der SG Schwarz-Gelb Görzig nun zum verlustpunktfreien Tabellenführer LHC Cottbus II. Die Reserve des Zweitligisten ließ beim SSV Lübbenau trotz einer mittelmäßigen Leistung nichts anbrennen (29:22). Um sich auf die Cottbuser einzustellen, fuhren Trainer Ermling und eine Handvoll Spieler am Tag nach dem eigenen Spiel nach Lübbenau und beobachteten die Lausitzer. Die Erkenntnisse und die ausgearbeitete Taktik sollen der Garant für den zum Aufstieg nötigen Sieg werden.
Die zahlreiche Unterstützung der Fans ist der HSG Schlaubetal gewiss. Ein Fanbus wurde gechartert, der kurz nach Bekanntwerden ausgebucht war. "Es wird sicher dramatisch", sagte Ermling. Bei aller Euphorie warnte er davor, Cottbus zu unterschätzen. "Als strahlender Sieger wird vom Feld gehen, wer es schafft, seine eigene taktische Marschroute bis zum Schluss durchzustehen und dabei die wenigsten Fehler macht", sagte der Trainer. "Wir stellen uns dieser Aufgabe und haben mit unserer über die Saison gewachsenen Truppe den festen Willen, mit einem Sieg für den krönenden Abschluss einer erfolgreichen Saison zu sorgen."
Schlaubetal: Marco Schwadtke, Martin Graffenberger (beide im Tor), Michael Schmidt (4), Uwe Bannert (9), Ralf Hale (4), Jens Jüterbock (2), Dennis Gorobtschuk (9), Marc Eschenbach (11), Tobias Hötzel (8), Daniel Heine (5)
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