Fredersdorf-Vogelsdorf . Die Baubehörde des Landkreises hat bereits im Dezember die Genehmigung für den Bau eines 40 Meter hohen Funkmastes in unmittelbarer Nähe der neuen Kita "Wasserflöhe" erteilt. Die Gemeinde will dagegen klagen und eine einstweilige Verfügung mit aufschiebender Wirkung erreichen.
Die Empörung ist groß. Im November hatte Bürgermeister Uwe Klett (Linke) extra eine Sondersitzung zum Thema Funkmast einberufen. Die Gemeindevertreter gaben ihm grünes Licht, den Bauplänen zu widersprechen. Gleichzeitig beauftragten sie den TÜV, Alternativstandorte zu suchen, die sie dann auch am 17. Dezember diskutierten und dem Landkreis übermittelten.
Doch nun scheint all dies umsonst gewesen zu sein. "Denn was man uns nicht gesagt hat ist, dass unser Widerspruch keine aufschiebende Wirkung hat", so Bürgermeister Klett. Maßlos ärgert er sich auch darüber, dass der Landkreis sich in keiner Weise die Mühe gemacht hat, sich mit den Alternativstandorten auseinanderzusetzen. "Es wurde vom grünen Tisch entschieden, gegen die Bürger von Fredersdorf-Vogelsdorf", sagt Klett.
Donnerstagabend holte er sich den Auftrag von den Gemeindevertretern, nun den Klageweg zu beschreiten. Klage einreichen kann er aber erst, wenn die Baugenehmigung vorliegt. "Ich rechne stündlich damit", so Uwe Klett.
Mit einer einstweiligen Verfügung will der Bürgermeister Zeit gewinnen. "Ich will diese nutzen, um den Landkreis und E-Plus an einen Tisch zu bekommen. Es geht ja nicht darum, grundsätzlich gegen den Funkmast vorzugehen, sondern um den Standort", sagt er. Eine Variante wäre, dass E-Plus seine Antennen an den bereits vorhandenen Mast montiert. Der TÜV Süd hat diese Option geprüft und für möglich befunden. E-Plus hingegen soll ausgesagt haben, dass dies aus statischen Gründen bedenklich sei. "Und genau da will ich ansetzen. Es gibt dazu kein Gutachten. Das sind reine Vermutungen und der Landkreis lässt sich darauf ein", sagt Klett. Der andere, von den Gemeindevertretern vorgeschlagene Standort, könnte auf dem Bahngelände im westlichen Gemeindeteil Höhe Jochmontageplatz (Meisterbüro) sein.
Der von E-Plus avisierte Standort stört die Gemeinde aus mehreren Gründen. Erstens befindet er sich in unmittelbarer Nähe der neuen Kita. Zweitens würde er so im künftigen Ortszentrum der Gemeinde stehen und dann noch mitten in einer Grünanlage. Denn das Areal ist als das Gebiet ausgewiesen, in dem die Ersatzpflanzungen für die Kita vorgenommen werden sollen. Zudem müssten Bäume gefällt werden. Hinzukommt, dass der Mast an die 40 Meter hoch ist, also nicht zu übersehen ist.
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