Rüdersdorf . Mit zünftiger Marschmusik begrüßte die Bergkapelle Rüde rsdorf die zahlreichen Gäste, die am Sonnabend der Einladung der CDU Märkisch-Oderland zum Neujahrsempfang ins Foyer des Kulturhauses gefolgt waren. Kreisvorsitzende Beate Blechinger begrüßte eingangs neben anderen ihren Landtagskollegen Dierk Homeyer, die Bürgermeister mehrerer Gemeinden und Parteifreunde aus dem Nachbarkreis Barnim. Blechinger ging auf die Wende von 1989 ein und würdigte den damaligen friedlichen Protest. Sie bedauerte, dass inzwischen "viele Menschen die vielfältigen geistigen und materiellen Beeinträchtigungen des Lebens in der DDR vergessen oder verdrängt haben". Natürlich habe es enttäuschte Erwartungen oder Fehlentwicklungen gegeben. Es mache ihr aber Sorge, "dass Freiheit und Eigenverantwortung zunehmend als bedrohlich empfunden werden", erklärte sie und setzte fort: "Denn eine Jugend, die als höchstes Ziel eine unbefristete Stelle im öffentlichen Dienst anstrebt, ist nicht wirklich zukunftsfähig."
Mit Blick auf den Ausgang der Landtagswahl machte die CDU-Kreischefin aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. Noch enttäuschender sei allerdings gewesen, dass Ministerpräsident Platzeck trotz seiner Feststellung, die vergangenen fünf Jahren seien die Erfolgreichsten für Brandenburg gewesen, den Koalitionspartner wechselte. Der Regierungsstart der Koalition habe indes gezeigt, "dass sich die SPD mit diesem Partner ziemlich angeschmiert hat".
Hans-Georg von der Marwitz appellierte an die Einheit und Geschlossenheit des Kreisverbandes seiner Partei. "Mir liegt eine einheitliche CDU MOL sehr am Herzen", betonte der neu gewählte Bundestagsabgeordnete. Bei allen unterschiedlichen Auffassungen zu bestimmten Fragen sei es ganz wichtig, "ein geschlossenes Bild nach außen zu geben", erklärte er und schloss die Bitte an: "Jeder sollte damit bei sich selbst anfangen." Bevor das Buffet eröffnet wurde, mahnte Autohändler Siegfried Erkner einmal mehr, die Anstrengungen weiter zu intensivieren, um Regionaler Wachstumskern zu werden.
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