Frankfurt/Main . Der Kurs des Euro ist am Dienstag unter 1,43 Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,4277 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch über 1,44 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4279 (Montag: 1,4369) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7003 (0,6959) Euro.
"Der Euro ist aufgrund der deutlich gestiegenen Inflation in Großbritannien unter Druck geraten", sagte Thomas Amend, Devisenexperte beim Bankhaus HSBC Trinkaus. Die auf ein Neun-Monats- Hoch gestiegenen Inflationsrate mache eine Leitzinserhöhung in Großbritannien wahrscheinlicher. Ein höherer Leitzins macht eine Währung für Anleger attraktiver.
Die Jahresinflationsrate war im November in Großbritannien von 1,9 Prozent im Vormonat auf 2,9 Prozent geklettert. Die Daten hätten den Euro zum Pfund unter Druck gebracht, indirekt aber auch zum Dollar, sagte Amend. Der Euro kostete zuletzt 0,8726 Pfund, nachdem vor den Daten noch 0,8783 Pfund bezahlt worden waren.
"Belastet wird der Euro weiterhin durch die Schuldenprobleme in Griechenland. Die Lage ist insgesamt sehr kompliziert", sagte Amend. Zudem stelle man sich die Frage, ob weitere Länder ähnliche Probleme bekommen könnten.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87430 (0,87950) britische Pfund, 129,79 (130,33) japanische Yen und 1,4760 (1,4745) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1133,00 (1134,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 25 552,90 (25 495,60) Euro.
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