Rüdersdorf . Als ein Signal für mindestens das nächste Jahrzehnt hat Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) die Investitionen auf der Straßenbahnstrecke im Ort bezeichnet. Am Mittwochabend gab er einen sanierten Abschnitt frei. Die Rüdersdorfer warben bei Dellmann auch für ihre LAGA-Ideen.
"Es ist ein guter Tag für die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn und für die Gemeinde, und es wird nicht die letzte Unterstützung gewesen sein", sagte Dellmann. Immerhin hätten viele für den Erhalt der Linie gekämpft, genieße die SRS ein hohes Maß an Identität, erinnerte er an Auseinandersetzungen in der jüngeren Vergangenheit insbesondere mit dem Landkreis. Ob Dellmanns Parteikollege und Landrat Gernot Schmidt - zuvor noch bei einer Runde des Ministers mit den Fraktionsvorsitzenden im Rüdersdorfer Rathaus dabei - deswegen beim symbolischen Akt an der Haltestelle Breitscheidstraße gekniffen hat, blieb unklar. Jedenfalls entschwand er sehr früh in Richtung Strausberg, zum Neujahrsempfang der Stadt.
Dadurch verpasste Schmidt nicht nur die Sonderfahrt über den sanierten Abschnitt - rund 800 Meter plus zwei Haltestellen -, sondern auch Ausführungen von SRS-Geschäftsführer Detlef Bröcker und Betriebsleiter Reinhold Schröter zur Tram sowie weitere Vorträge zur LAGA-Bewerbung. Laut Bröcker wurden 2006/2007 in Rüdersdorf rund eine Million Euro investiert, bis Ende 2010 sollen weitere zwei Millionen folgen. Geplant sind 2008 bereits die Erneuerung der Bahnsteige und Gleise im Bereich Torellplatz und Heinitzstraße. Schröter verwies auf die mit rund 30 km/h schnellste Reisegeschwindigkeit einer Straßenbahn in Deutschland und Zuverlässigkeit der SRS - nur 0,2 Prozent der Fahrten haben Verspätungen -, was die Tram konkurrenzfähig zum Auto mache.
Die SRS werde auch ein "wesentliches Element" sein, wenn die Landesgartenschau 2013 an Rüdersdorf vergeben werde, sagte Bröcker. Denn die Nähe zu Berlin sei ein Pfund, mit dem die Gemeinde wuchern könne, so Thomas Gusenburger vom dem Berliner Büro, das schon die LAGA 2006 in Rathenow vorbereitet hatte und nun für Rüdersdorf tätig ist. Die LAGA biete die Chance, ein Ortszentrum zu entwickeln und aus den zwei Dritteln "Nichts" im ansonsten sehr schönen Museumspark etwas zu machen. In jedem Falle müsse nach der Schau nichts abgebaut werden, sondern alles könne dauerhaft gezeigt werden.
Vizebürgermeister Jörg Lehmann ergänzte, in Rüdersdorf würden "nur zehn Millionen" gebraucht und das Land sei über die Städtebauförderung ohnehin mit im Boot. Überdies seien bereits großzügige Spenden avisiert, gebe es schon jetzt mehr als 70 Unterstützer - "vom Global Player bis zum Angelverein", verdeutlichte Lehmann die Bandbreite.
Als ein Signal für mindestens das nächste Jahrzehnt hat Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) die Investitionen auf der Straßenbahnstrecke im Ort bezeichnet. Am Mittwochabend gab er einen sanierten Abschnitt frei. Die Rüdersdorfer warben bei Dellmann auch für ihre LAGA-Ideen.
"Es ist ein guter Tag für die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn und für die Gemeinde, und es wird nicht die letzte Unterstützung gewesen sein", sagte Dellmann. Immerhin hätten viele für den Erhalt der Linie gekämpft, genieße die SRS ein hohes Maß an Identität, erinnerte er an Auseinandersetzungen in der jüngeren Vergangenheit insbesondere mit dem Landkreis. Ob Dellmanns Parteikollege und Landrat Gernot Schmidt - zuvor noch bei einer Runde des Ministers mit den Fraktionsvorsitzenden im Rüdersdorfer Rathaus dabei - deswegen beim symbolischen Akt an der Haltestelle Breitscheidstraße gekniffen hat, blieb unklar. Jedenfalls ließ er sich nicht in die illustre Runde von Bundestags- (Jörg Vogelsänger/SPD) und Landtagsabgeordneten (Kerstin Kaiser/Linke, Ravindra Gujjula/SPD, Dierk Homeyer/CDU), Gemeindevertretern und Straßenbahnverantwortlichen zum Foto einreihen, wie es die Rüdersdorfer vermutlich gern gesehen hätten, sondern entschwand sehr früh in Richtung Strausberg, zum Neujahrsempfang der Stadt.
Dadurch verpasste Schmidt nicht nur die Sonderfahrt über den sanierten Abschnitt - rund 800 Meter plus zwei Haltestellen -, sondern auch Ausführungen von SRS-Geschäftsführer Detlef Bröcker und Betriebsleiter Reinhold Schröter zur Tram sowie weitere Vorträge zur LAGA-Bewerbung. Nach Bröckers Angaben wurden 2006/2007 in Rüdersdorf rund eine Million Euro investiert, bis Ende 2010 sollen weitere zwei Millionen folgen. Geplant sind in diesem Jahr bereits die Erneuerung der Bahnsteige und Gleise im Bereich Torellplatz und Heinitzstraße. Bröcker warb um Unterstützung von Bund und Land, damit die SRS auch von steigenden Fahrscheineinnahmen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg profitiere und nicht wie bislang "immer weniger abkriegt".
Schröter verwies auf die mit rund 30 km/h schnellste Reisegeschwindigkeit einer Straßenbahn in Deutschland und auch dank der Mitarbeiter große Zuverlässigkeit der SRS - nur 0,2 Prozent der Fahrten haben Verspätungen -, was die Tram konkurrenzfähig zum Auto mache. Die SRS erfülle zudem eher die Funktion einer S-Bahn oder eines Zubringers als die klassische der innerörtlichen Erschließung, sagte er angesichts der Diskussion um die Ausweisung von Wohnungsbauschwerpunkten, die laut Landesvorgabe vorrangig an S-Bahn-Strecken liegen sollen.
Die SRS werde auch ein "wesentliches Element" sein, wenn die Landesgartenschau 2013 an Rüdersdorf vergeben werde, sagte Bröcker. Denn gerade die Nähe zu Berlin sei ein Pfund, mit dem die Gemeinde wuchern könne, so Thomas Gusenburger vom Berliner Büro Neumann Gusenburger, das schon die LAGA 2006 in Rathenow vorbereitet hatte und nun für Rüdersdorf tätig ist. Die LAGA biete die Chance, ein Ortszentrum zu entwickeln und aus den zwei Dritteln "Nichts" im ansonsten sehr schönen Museumspark etwas zu machen. In jedem Falle müsse nach der Schau nichts abgebaut werden, sondern alles könne dauerhaft gezeigt werden.
Vizebürgermeister Jörg Lehmann ergänzte, in Rüdersdorf würden "nur zehn Millionen" gebraucht und das Land sei über die Städtebauförderung ohnehin mit im Boot. Überdies hätten Industriebetriebe bereits großzügige Spenden avisiert, gebe es schon jetzt mehr als 70 Unterstützer - "vom global Player bis zum Angelverein", verdeutlichte Lehmann die Bandbreite.
"Ich habe interessiert zugehört", versicherte Minister Dellmann. Schließlich sei ein Ziel der Gartenschauen, auch städtebauliche Probleme in diesem Zusammenhang zu lösen. Das könne in Rüdersdorf passieren. Zudem gefiel ihm, dass "nicht nur Sachen für eine Saison geschaffen" würden. Die Rahmenbedingungen seien gut, schätzte er ein und empfahl, die breite Partnerschaft von Politik, Wirtschaft und Bevölkerung in den Mittelpunkt zu rücken. "Wenn allein nach dem Logo entschieden würde, dann hätte Rüdersdorf gewonnen", sagte Dellmann beeindruckt vom Ende vorigen Jahres vorgestellten neuen Erkennungszeichen, der Sonnenblume, die in einen Ammoniten übergeht.
Viele Einwohner leben gern im Rüdersdorfer Wohngebiet Brückenstraße. Dieses Fazit hat Quartiermanagerin Marianne Hitzges aus den ersten Antworten auf die im Dezember gestartete Fragebogenaktion gezogen. Allerdings ist die Resonanz noch etwas spärlich. Gut 70 von mehr als 1000 Bögen, die in die Briefkästen gesteckt worden waren, sind bislang zurück. "Aber ich erwarte noch weitere in dieser Woche, unter anderem aus einer Interviewsituation", erklärte sie.
Bereits vor Weihnachten hatte Marianne Hitzges direkten Kontakt zu Bewohnern gesucht, hatte sich bei den Supermärkten postiert und Leute angesprochen. Dort hat sie unter anderem erfahren, dass die Einkaufssituation positiv bewertet wurde. "Wenn sich da etwas zum Nachteil entwickeln, beispielsweise Kaiser's schließen würde, hätte es Folgen. Es wäre zwar abzuwarten, ob die Leute es wirklich tun, aber manche haben bereits angekündigt, dann würden sie wegziehen", berichtete sie.
Eher kritische Stimmen kamen nach ihrer Auskunft zum Spielplatzangebot in dem Gebiet. Außerdem stoßen bei den Bewohnern Zerstörungen, Vandalismus und Ruhestörungen auf Ablehnung.
Marianne Hitzges hofft, dass sich noch viele an der Fragebogenaktion beteiligen. "Sonst wird es kein repräsentatives Ergebnis, aber wenigstens ein Schlaglicht", sagte sie. In jedem Falle sei eine Auseinandersetzung der Bürger mit dem Umfeld angestoßen worden. Und manche Leute hätten sich "ganz doll bemüht", hätten Vorschläge und sogar Skizzen mit eingereicht.
Wer die Zettel nicht selbst ausfüllen will, könne auch ins Bürgerzentrum (Brückenstraße 93) kommen, bot sie an. Anonymität bei der Befragung werde trotzdem gewahrt. Bis zum kommenden Montag ist noch Zeit, um die vom Beirat ausgewählten Fragen zu beantworten und die Bögen abzugeben.
Als ein Signal für mindestens das nächste Jahrzehnt hat Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) die Investitionen auf der Straßenbahnstrecke im Ort bezeichnet. Am Mittwochabend gab er einen sanierten Abschnitt frei. Die Rüdersdorfer warben bei Dellmann auch für ihre LAGA-Ideen.
"Es ist ein guter Tag für die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn und für die Gemeinde, und es wird nicht die letzte Unterstützung gewesen sein", sagte Dellmann. Immerhin hätten viele für den Erhalt der Linie gekämpft, genieße die SRS ein hohes Maß an Identität, erinnerte er an Auseinandersetzungen in der jüngeren Vergangenheit insbesondere mit dem Landkreis. Ob Dellmanns Parteikollege und Landrat Gernot Schmidt - zuvor noch bei einer Runde des Ministers mit den Fraktionsvorsitzenden im Rüdersdorfer Rathaus dabei - deswegen beim symbolischen Akt an der Haltestelle Breitscheidstraße gekniffen hat, blieb unklar. Jedenfalls ließ er sich nicht in die illustre Runde von Bundestags- (Jörg Vogelsänger/SPD) und Landtagsabgeordneten (Kerstin Kaiser/Linke, Ravindra Gujjula/SPD, Dierk Homeyer/CDU), Gemeindevertretern und Straßenbahnverantwortlichen zum Foto einreihen, wie es die Rüdersdorfer vermutlich gern gesehen hätten, sondern entschwand sehr früh in Richtung Strausberg, zum Neujahrsempfang der Stadt.
Dadurch verpasste Schmidt nicht nur die Sonderfahrt über den sanierten Abschnitt - rund 800 Meter plus zwei Haltestellen -, sondern auch Ausführungen von SRS-Geschäftsführer Detlef Bröcker und Betriebsleiter Reinhold Schröter zur Tram sowie weitere Vorträge zur LAGA-Bewerbung. Nach Bröckers Angaben wurden 2006/2007 in Rüdersdorf rund eine Million Euro investiert, bis Ende 2010 sollen weitere zwei Millionen folgen. Geplant sind in diesem Jahr bereits die Erneuerung der Bahnsteige und Gleise im Bereich Torellplatz und Heinitzstraße. Bröcker warb um Unterstützung von Bund und Land, damit die SRS auch von steigenden Fahrscheineinnahmen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg profitiere und nicht wie bislang "immer weniger abkriegt".
Schröter verwies auf die mit rund 30 km/h schnellste Reisegeschwindigkeit einer Straßenbahn in Deutschland und auch dank der Mitarbeiter große Zuverlässigkeit der SRS - nur 0,2 Prozent der Fahrten haben Verspätungen -, was die Tram konkurrenzfähig zum Auto mache. Die SRS erfülle zudem eher die Funktion einer S-Bahn oder eines Zubringers als die klassische der innerörtlichen Erschließung, sagte er angesichts der Diskussion um die Ausweisung von Wohnungsbauschwerpunkten, die laut Landesvorgabe vorrangig an S-Bahn-Strecken liegen sollen.
Die SRS werde auch ein "wesentliches Element" sein, wenn die Landesgartenschau 2013 an Rüdersdorf vergeben werde, sagte Bröcker. Denn gerade die Nähe zu Berlin sei ein Pfund, mit dem die Gemeinde wuchern könne, so Thomas Gusenburger vom Berliner Büro Neumann Gusenburger, das schon die LAGA 2006 in Rathenow vorbereitet hatte und nun für Rüdersdorf tätig ist. Die LAGA biete die Chance, ein Ortszentrum zu entwickeln und aus den zwei Dritteln "Nichts" im ansonsten sehr schönen Museumspark etwas zu machen. In jedem Falle müsse nach der Schau nichts abgebaut werden, sondern alles könne dauerhaft gezeigt werden.
Vizebürgermeister Jörg Lehmann ergänzte, in Rüdersdorf würden "nur zehn Millionen" gebraucht und das Land sei über die Städtebauförderung ohnehin mit im Boot. Überdies hätten Industriebetriebe bereits großzügige Spenden avisiert, gebe es schon jetzt mehr als 70 Unterstützer - "vom global Player bis zum Angelverein", verdeutlichte Lehmann die Bandbreite.
"Ich habe interessiert zugehört", versicherte Minister Dellmann. Schließlich sei ein Ziel der Gartenschauen, auch städtebauliche Probleme in diesem Zusammenhang zu lösen. Das könne in Rüdersdorf passieren. Zudem gefiel ihm, dass "nicht nur Sachen für eine Saison geschaffen" würden. Die Rahmenbedingungen seien gut, schätzte er ein und empfahl, die breite Partnerschaft von Politik, Wirtschaft und Bevölkerung in den Mittelpunkt zu rücken. "Wenn allein nach dem Logo entschieden würde, dann hätte Rüdersdorf gewonnen", sagte Dellmann beeindruckt vom Ende vorigen Jahres vorgestellten neuen Erkennungszeichen, der Sonnenblume, die in einen Ammoniten übergeht.
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