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Noch kein Erholungsort in Sicht

Wandlitz . Um der Gemeinde weitere wirtschaftliche Impulse zu geben, wurde in Wandlitz bereits 2005 der Beschluss gefasst, zumindest fünf Ortsteile als "Staatlich anerkannte Erholungsorte" ausweisen zu wollen. Doch das Verfahren erweist sich als schwierig und langwierig.

Wer in diesen Tagen am Obersee in Lanke durch den Schnee stapft, mag sich vorstellen können, dass es sich in dem Wandlitzer Ortsteil auch im Sommer prächtig aushalten lässt: Gleich an mehreren Seen und mitten in einem Waldgebiet gelegen, verspricht es Erholung pur.

"Die wirtschaftliche Entwicklung ist stark durch den Tourismus geprägt", erkannten auch die Wandlitzer Gemeindevertreter und beschlossen vor fünf Jahren, den Bürgermeister mit einer Bestandsaufnahme sowie der Erarbeitung eines mittel- beziehungsweise langfristigen Handlungskonzepts für die gesamte Gemeinde zu beauftragen. Das Ziel: Es sollte geprüft werden, inwiefern sich Wandlitz als "Staatlich anerkannter Erholungsort" ausweisen lässt.

Doch der Weg dahin scheint weiter, als von den Gemeindevertretern gedacht. Zwar machte Bürgermeister Udo Tiepelmann (SPD) bereits 2005 deutlich, dass eine solche Anerkennung lediglich für Prenden, Lanke, Stolzenhagen, Wandlitz und Zerpenschleuse infrage kommt. Aber auch bei diesen fünf Ortsteilen ist trotz ihrer "landschaftlich bevorzugten und klimatisch begünstigten Lage" noch immer kein Endes des Verfahrens in Sicht.

Im Gegenteil. Eine beim Deutschen Wetterdienst in Auftrag gegebene Klimabeurteilung wurde vorerst wieder gestoppt. Ein Grund dafür sind nach wie vor infrastrukturelle und bauliche Mängel, die das Bild in den jeweiligen Ortsteilen stören.

Man wolle nun erst ein Votum des zuständigen Fachbereiches des Wirtschaftsministeriums einholen, in dessen Ergebnis die Erstellung eines touristischen Nutzungskonzeptes eingefordert werden könne, erklärte der Bürgermeister auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung Anfang Dezember.

Im Klartext: Tiepelmann will Auskunft darüber, wie gut die Chancen für Wandlitz nach dem "Brandenburgischen Gesetz über die Anerkennung als Kurort und Erholungsort" wirklich sind. Einen Gesprächstermin im Wirtschaftsministerium kündigte der Rathauschef im Januar an.

Für Februar ist dieser Termin nun bestätigt. Danach will Tiepelmann entscheiden, ob es sinnvoll ist, weiter eine Anerkennung anzustreben oder das Verfahren zu stoppen. Denn allein die notwendige Klimabeurteilung würde die Gemeinde rund 8500 Euro kosten.

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