Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Künstler geben Überblick über ihr Werk

Entdeckungstour durch die offenen Ateliers

S. Göttmann/T. Berger / 06.05.2013, 08:10 Uhr
Trampe/Falkenberg (MOZ) Entdeckungstouren der besonderen Art bietet der Tag des offenen Ateliers, zu dem Künstler in Barnim und Märkisch-Oderland am Sonntag eingeladen haben. Wer sich darauf einlässt, lernt Orte kennen, wie er sie bisher nicht wahrgenommen hat.

Trampe - die letzte Bastion des Barnims an der Schwelle zu Märkisch-Oderland - erscheint beim Durchfahren als kilometerlanges Straßendorf mit wenig Leben. Wie schön der Ort wirklich sein kann, eröffnet sich den Gästen beim Besuch der Holzwerkstatt von Sven Ahlhelm. Das Anwesen mit Scheune und Wohnhaus befindet sich in zweiter Reihe hinter der Dorfstraße. Ahlhelm ist seit 13 Jahren selbstständiger Tischler. "Ich beschäftige mich mit Skulpturen und baue Möbel für Kindereinrichtungen", sagt der gebürtige Eberswalder. Er verwendet Brennholzscheite oder Holzstücke aus dem Wald und verfremdet sie mit Schnitzarbeiten

Seit 1. Mai bilden Sven Ahlhelm und seine Frau Juliane Seeliger-Ahlhelm, Antje Dreger sowie Ellen und Thomas Grünwald eine Künstlergemeinschaft, die gemeinsam im Erdgeschoss des Tramper Wohnhauses einen Ausstellungsraum nutzt. Antje Dreger fertigt tragbare Mode aus Filz. Sie zeigt flotte Hüte und Kleider. Wie Kunstwerke erscheinen ihre Schals, wobei sie Seide und Filz kombiniert. Ellen Grünwald baut aus dünnen Weidenästen, weißem Papier und Tapetenkleister filigrane Installationen.Wer die Ausstellung der Künstlergemeinschaft besuchen möchte, kann sich unter 033451 745 anmelden.

Nur wenige Kilometer entfernt erwarte das Künstlerehepaar Rosemarie und Otto Schack die Besucher in Ackermannshof. Otto Schack hat im Garten auf Staffeleien große und kleine überwiegend abstrakte Werke aufgebaut - ein Garten der Bilder. Kunst und Natur ergänzen sich. Hinten blüht eine Magnolie in voller Pracht. Auch für bekannte und professionell arbeitende Künstler wie die Schacks ist der "Tag des offenen Ateliers" ein wichtiger Termin. "Wir wollen den Bezug zur Region halten und festigen", erklärt Otto Schack. Und ganz gleich wer die Ateliers besucht. "Es wird nur über Kunst gequatscht, und das ist gut" ergänzt Rosemarie Schack.

Beiden war schon inner die Vermittlung von Kunst ein Anliegen. Seit einigen Jahren geben sie Malkurse in der Volkshochschule Bernau. "Dort hat sich ein Gruppe gefestigt, die unbedingt will", sagt Rosemarie Schack. Es sei passiert, was stets ihr Ziel war. Die Mitglieder der Malgruppe bilden sich untereinander weiter. In Bad Freienwalde habe es auch geklappt, ergänzt Otto Schack. Seine einstige Schülerinnen Barbara Kollath, Elvira Loth und Karin Fleck entwickelten sich ständig weiter und geben selbst Kurse.

Christine Hielscher empfängt die Besucher in ihrem Sommeratelier in Gersdorf, das nach dem Brand auch ihr Wohnhaus ist. Sie hat wieder angefangen zu arbeiten und stellt aktuell in der Frankfurter Marienkirche aus. Die großen Wände des Ateliers hängen voller klein- und großformatiger Bilder, sodass sich die Gäste einen Überblick über ihr Werk verschaffen können, soweit es nicht vom Feuer vernichtet wurde.

Nicht nur schauen, sondern als Besucher auch mal selbst künstlerisch aktiv werden - darauf setzte Manuela Hinkeldey in der Prötzeler Schlosskirche mit dem Angebot, Farbdrucke eines Tiermotivs zu produzieren. Unter anderem bei den Berlinern Bruno und Marieluise Webers, die am Tornowsee in Pritzhagen ein Wäldchen besitzen und deshalb öfter in der Region unterwegs und an Kirche wie Atelier im Küsterhaus nebenan vorbeigefahren sind, kam das ausgesprochen gut an. "Es ist sehr experimentell, man kann mit dieser Technik unheimlich viel ausprobieren", schwärmte auch Manuela Hinkeldey selbst, die ansonsten wie ihre Kollegin Gisela Rüdiger zumeist malt. Bei weitaus besserem Wetter kamen diesmal schon in anderthalb Stunden so viele Gäste wie 2012 am ganzen Tag. Selbst nach dem Ende der offiziellen Zeit saßen einige noch an den Tischen unterm jungen Kastaniengrün.

Von Steffen Göttmann

und Thomas Berger

Trampe/Ackermannshof/Gersdorf/Prötzel (MOZ) Entdeckungstouren der besonderen Art bietet der Tag des offenen Ateliers, zu dem Künstler in Barnim und Märkisch-Oderland am Sonntag eingeladen haben. Wer sich darauf einlässt, lernt Orte kennen, die er bisher nicht wahrgenommen hat.

Trampe - die letzte Bastion des Barnims an der Schwelle zu Märkisch-Oderland - erscheint beim Durchfahren als kilometerlanges Straßendorf mit wenig Leben. Wie schön der Ort wirklich sein kann, eröffnet sich den Gästen beim Besuch der Holzwerkstatt von Sven Ahlhelm. Das Anwesen mit Scheune und Wohnhaus befindet sich in zweiter Reihe hinter der Dorfstraße. Ahlhelm ist seit 13 Jahren selbstständiger Tischler. "Ich beschäftige mich mit Skulpturen und baue Möbel für Kindereinrichtungen", sagt der gebürtige Eberswalder, der eine Zeit lang in Berlin lebte. Er verwendet Holzscheite oder Holzstücke aus dem Wald und verfremdet sie mit Schnitzarbeiten

Seit 1. Mai bilden Sven Ahlhelm und seine Frau Juliane Seeliger-Ahlhelm, Antje Dreger sowie Ellen und Thomas Grünwald eine Künstlergemeinschaft, die gemeinsam im Erdgeschoss des Tramper Wohnhauses einen Ausstellungsraum nutzt.

Antje Dreger fertigt tragbare Mode aus Filz. Sie zeigt flotte Hüte und Kleider. Wie Kunstwerke er erscheinen ihre Schals. Bei denen sie Seide und Filz kombiniert. Ellen Grünwald baut aus dünnen Weidenästen, weißem Papier und Tapetenkleister filigrane Installationen.

Juliane Seeliger-Ahlhelm und Sven Ahlhelm gehören der Theatergruppe "textnot" an. Sie werden im Juli wieder Theater im Landgut Kruge spielen. Wer die Ausstellung der Künstlergemeinschaft besuchen möchte und es am Tag des offenen Ateliers nicht geschafft hat, kann sich unter 033451 745 anmelden.

Nur wenige Kilometer entfernt erwarten Rosemarie und Otto Schack die Besucher. "Bei uns hat sich sogar ein Seniorenheim angemeldet, sie kommen mit einem Bus", sagt Rosemarie Schack. Ihr Mann Otto hat im Garten auf Staffeleien große und kleine überwiegend abstrakte Bilder seine Frau und von sich aufgebaut - ein Garten der Bilder. Kunst und Natur ergänzen sich. Hinten blüht eine Magnolie in voller Pracht. Auch für bekannte und professionell arbeitende Künstler wie die Schacks ist der "Tag des offenen Ateliers" ein wichtiger Termin. "Für uns ist es wichtig , den Bezug zur Region zu halten und zu festigen", erklärt Otto Schack. Und ganz gleich wer die Ateliers besucht. "Es wird nur über Kunst gequatscht, und das ist gut" ergänzt Rosemarie Schack.

Beider

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

1

2

3

4

5

6

7

8

9

20

1

2

3

4

5

6

7

8

9

30

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG