Potsdam . An Brandenburger Autobahnen werden weitere Brücken für Tiere errichtet. Die bepflanzten "Grünbrücken" werden 50 Meter breit und sollen Tieren das gefahrlose Überqueren der Trassen ermöglichen, wie das Infrastrukturministerium am Freitag in Potsdam mitteilte. Mit der Barrierefreiheit würden Lebensräume der Wildtiere vernetzt. Der finanzielle Aufwand geht deutlich in die Millionen. Allein für die ersten drei Brücken wurden mehr als 21 Millionen Euro veranschlagt. Das Geld kommt aus dem zweiten Konjunkturpaket von Bund und Ländern.
Für die ersten drei Querungshilfen an den Autobahnen 9 bei Niemegk, A 12 bei Kersdorf und A 13 bei Teupitz ist die Planung den Angaben zufolge abgeschlossen. Baustart ist in diesem Jahr. Weitere "Grünbücken" sind an der A 9 bei Beelitz und der A 11 im Meltzower Forst vorgesehen.
Bislang gibt es in Brandenburg zwei "Grünbrücken" - an der A 13 bei Großräschen und an der A 11 im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. In der Schorfheide werden bei einem wissenschaftlichen Projekt mithilfe einer Kamera die über die Brücke wandernden Tierarten dokumentiert. Dabei wurde auch der erste wieder in die Schorfheide eingewanderte Wolf gesichtet.
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