Müllrose . Die Landesliga-Männer der HSG Schlaubetal haben ihr Saisonziel Aufstieg verpasst. Sie unterlagen im abschließenden Saisonspiel beim Tabellenführer LHC Cottbus II mit 28:29 (11:15) und sind damit in der Südost-Staffel Zweiter.
Die Mannen um Trainer Olaf Ermling mussten beim verlustpunktfreien Tabellenführer mit mindestens vier Toren Vorsprung gewinnen. Mit an Bord in die Lausitzarena zum dort spielenden Zweitligisten LHC Cottbus waren 35 Fans, eine Vielzahl weiterer folgte dem Bus mit eigenen Autos.
Die Partie wurde von den beiden aus Sachsen kommenden Schiedsrichtern Nestler/Olbricht angepfiffen, die das Spiel gut kontrollierten. Die Taktik schien trotz des 1:0 für die Cottbuser aufzugehen, denn nach vier Minuten führte die HSG mit 3:1. Doch das war es dann auch, trotz zahlreicher gut herausgespielter Chancen gestaltete sich das Spiel bis zur Mitte der ersten Halbzeit ausgeglichen, bevor die Cottbuser hoch in Führung gingen.
Gerade in dieser Situation scheiterten die HSG-Männer häufig in klarsten Positionen am gut aufgelegten Cottbuser Torhüter. So ging es beim Stande von 15:11 in die Halbzeitpause und hier wurde nunmehr an die größte Tugend der HSG-Spieler durch ihren Trainer appelliert.
Kämpfen hieß nunmehr die Devise, um das scheinbar Unmögliche noch möglich zu machen. Aber es kam anders. Anstelle die nun immer mehr konditionell schwächelnden Cottbuser weiter unter Druck zu setzen, wurden diese mit einfachsten Fehlern immer wieder zum Tore werfen eingeladen. Die Schlaubetaler stellten die Deckung auf ein offensives 4:2 um, was auch sofort Wirkung bei den Cottbusern zeigte.
Die Schlaubetaler begannen sich heranzuarbeiten und konnten einen Rückstand von 16:23 in der Mitte der zweiten Halbzeit fast wettmachen. Damit wurde das Spiel immer dramatischer, die Cottbuser kamen nicht mehr ins Spiel, aber die Schlaubetaler konnten daraus keinen nennenswerten Vorteil ziehen. Zu häufig scheiterten sie am Cottbuser Torhüter und mussten dann immer wieder leichte Gegentore in Kauf nehmen.
Die letzten zehn Minuten des Spiels waren vor Dramatik kaum auszuhalten, das Spiel schien nun auf der Kippe zu stehen. So konnten die Schlaubetaler fünf Minuten vor Schluss zum 26:26 ausgleichen. Aber gerade in dieser Situation zeigte sich die größte Schwäche der HSG an diesem Tage, das war die Verwertung klarster Torgelegenheiten. Zählt man neben den vier vergebenen Siebenmetern allein die 15 Pfosten- beziehungsweise Lattenwürfe noch dazu, hätte das Spiel auch anders ausgehen können.
Aber dennoch ist einzuschätzen, dass die Mannschaft der HSG Schlaubetal eine großartige Saison gespielt hat. Vor der Serie neu aufgestellt musste sich diese Mannschaft erst einmal finden und umsetzen was ihr der Trainer ständig vorgab. Gerade hier hat sich die gesunde Mischung von erfahrenen und sehr jungen Spielern gut bewährt, auch der Einsatz von A-Jugendlichen in das Team hat sich bewährt und sollte diesen jungen Spielern Motivation für ihren weiteren sportlichen Weg in der HSG sein. Durch die Abteilungsleitung wurden laut Olaf Ermling für die Mannschaft gute Rahmenbedingungen geschaffen und die Schlaubetaler Anhänger sind eine Macht nicht nur in heimischer Halle, sondern auch in den Auswärts-Spielen. Nun wird man nach einer Pause die abgelaufene Saison auswerten und darauf basierend die neue Saison aufbauen. Was die Müllroser dieses Mal nicht geschafft hatten, ist natürlich Zielstellung für die neue Serie.
Trotz der sicherlich etwas betrübten Stimmung ließ niemand den Zweifel am Vorhaben darüber offen - in der nächsten Saison wird aufgestiegen.
HSG Schlaubetal: Marco Schwadtke, Michael Stalla (beide im Tor), Michael Schmidt (4), Uwe Bannert (6), Ralf Hale (3), Jens Jüterbock, Dennis Gorobtschuk (2), Andreas Schutty (4), Paul Schmat, Matthias Gliese (3), Marc Eschenbach (1), Tobias Hötzel (2), Robert Düring (2), Daniel Heine (1)
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