Strausberg . Der geplante Solarpark zwischen Hohensteiner und Garzauer Chaussee soll rund 110 Hektar groß werden. Für diese "Flächenkulisse" hat sich der Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Stadtplaner Thomas Elsner hatte eine kleinere Variante von 76 Hektar empfohlen. Der Projektentwickler ProCon GmbH aus Cottbus hatte mehrere Größenordnungen angeboten. Die Anlage soll möglichst bis Ende 2011 ans Netz gehen.
Im Dezember hatte die Stadtverordnetenversammlung den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan für den Solarpark nebst dazugehöriger Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Die darin enthaltene Größenordnung von rund 150 Hektar war als Maximalvariante dessen eingestuft worden, was städtebaulich vertretbar sei. Für das weitere Verfahren sollten die Stadtverordneten nun die Marschrichtung vorgeben.
Dazu hatten sich einige Ausschussmitglieder im Vorfeld der Sitzung trotz Eis und Schnee eigens zu einem Vor-Ort-Termin am künftigen Standort getroffen. Dabei war auch eine "Simulation" vorgenommen worden. Eine Person hielt als "Modell" für ein Solarpaneel her. In mehreren hundert Metern Entfernung war davon nicht mehr viel zu sehen, wurde festgestellt.
Nach ersten Abstimmungsrunden mit den Behörden, insbesondere der unteren Naturschutzbehörde, die das Projekt grundsätzlich befürwortet hatten, hatte Stadtplaner Thomas Elsner einige Prämissen formuliert. Unter anderem waren ausreichende Abstände zu den Landesstraßen, zu Wilhelmshof und zum Wald aufgelistet, darüber hinaus das Freihalten eines Verbindungsweges für Land- und Forstwirtschaft oder der Schutz eines im Gebiet liegenden Kleingewässers, "landschaftsbildprägender" Baumreihen und einer Wiesenfläche. Daraus hatte er eine Vorzugsvariante der Verwaltung abgeleitet, die auf 76 Hektar kam - einen "sinnvollen Kompromiss zwischen allen Interessenlagen".
Klaus Hoff, Projektverantwortlicher von ProCon, erläuterte im Ausschuss, dass grundsätzlich alle Modelle "machbar" seien. Das Unternehmen hat bereits Erfahrungen mit derartigen Projekten: Es hat in Brandenburg bereits ein großes Vorhaben auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lieberose realisiert. Hoff machte kein Hehl daraus, dass ProCon sich die Variante mit 110 Hektar wünscht. Er verwies unter anderem darauf, dass man ja ein eigenes Umspannwerk bauen müsse, um den im Solarpark gewonnenen Strom ins überregionale Netz einspeisen zu können. Zudem ist eine deutliche Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstrom angekündigt. Die Mehrheit im Ausschuss konnte Hoffs Wünschen folgen.
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