. Angermünde/Schwedt Den parteilosen Kandidaten Roland Resch wird die Partei Die Linke bei der Landratswahl am 28. Februar in der Uckermark unterstützen. Das entschieden die Basisorganisationen im Landkreis. In neun Versammlungen an verschiedenen Orten hatten sich insgesamt 198 Parteimitglieder an der vom Kreisvorstand vorgeschlagenen Abstimmung beteiligt. Davon stimmten nur 28 Mitglieder (14 Prozent) für Frank Bretsch (SPD), 164 Mitglieder (82 Prozent) für Roland Resch (parteilos) und sechs Mitglieder enthielten sich der Stimme.
Beide Kandidaten hatten zuvor die Möglichkeit erhalten, sich gleichberechtigt in der Mitgliederzeitschrift vorzustellen. Eine Abstimmung über die mögliche Unterstützung von Karina Dörk (CDU) und den parteilosen Ex-Landrat Klemens Schmitz schloss man von vornherein aus. Mit Schmitz gibt es seit längerer Zeit keine politische Übereinstimmung im Landkreis mehr, so Torsten Krause, Kreisvorsitzender der Linken. "Und so wie die CDU in der Vergangenheit im Kreis und im Land agiert hat, können wir uns nicht vorstellen, einem CDU-Kandidaten ins Amt zu helfen."
Auch für die Parteispitze der Linken kam die überdeutliche Zustimmung für Roland Resch überraschend. Selbst in der Angermünder Heimatregion seines Kontrahenten Frank Bretsch (SPD) soll Resch die Abstimmungen gewonnen haben. "Er sagt, wofür er steht", begründet Torsten Krause die Entscheidung. "Herrn Bretsch wurde die Auseinandersetzung um die Direktwahl negativ angekreidet. Das führte zu einem massiven Vertrauensverlust."
Die Linke fordert jetzt nicht nur ihre Mitglieder und Sympathisanten öffentlich zur Wahl von Roland Resch auf, sondern auch ihre Wähler. Vereinbarungen zur Unterstützung gebe es nicht, so Krause. Jedoch werde man Presse-Anzeigen nicht ausschließen. "Es geht uns dabei auch um eine hohe Wahlbeteiligung in der Uckermark."
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