London . Das Irakkriegsdrama "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" ist der große Gewinner bei der diesjährigen Verleihung der BAFTA-Awards. Das Werk der Regisseurin Kathryn Bigelow erhielt am Sonntagabend sechs Auszeichnungen der British Academy of Film and Television Arts - darunter die Preise für den besten Film und die beste Regie.
Bigelow setzte sich damit klar gegen das ebenfalls für acht BAFTA-Trophäen nominierte Science-Fiction-Spektakel "Avatar - Aufbruch nach Pandora" ihres Ex-Mannes James Cameron durch. "Avatar" erhielt lediglich zwei Preise für die Special Effects und das beste Produktionsdesign. Mit jeweils neun Nominierungen gelten "Avatar" und "The Hurt Locker" als Top-Favoriten für die Oscar-Nacht am 7. März.
Seinen Triumphzug bei den internationalen Preisverleihungen setzte am Sonntag in London der österreichische Schauspieler Christoph Waltz fort: Der 53-Jährige wurde für seine Rolle als charismatischer SS-Judenjäger in Quentin Tarantinos Weltkriegssatire "Inglourious Basterds" als bester Nebendarsteller geehrt und hat ebenfalls beste Aussichten auf den Oscar.
Leer ging dagegen bei den BAFTA-Auszeichnungen das deutsche Drama "Das weiße Band" des Österreichers Michael Haneke aus. In der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film setzte sich der französische Film "Un Prophète" durch. Beide Filme sind auch für den Auslands-Oscar nominiert.
Als beste Hauptdarsteller wurden in London Carey Mulligan ("An Education") und Colin Firth ("A Single Man") gekürt. Firth gewann damit unter anderen gegen Golden-Globe-Gewinner Jeff Bridges ("Crazy Heart") und George Clooney ("Up in the Air"). Der Preis für die beste Nebendarstellerin ging an Mo'Nique für ihre furchtlose Darstellung einer brutalen Mutter im Missbrauchsdrama "Precious".
Mit Kathryn Bigelow erhielt erstmals eine Frau die BAFTA-Auszeichnung für die beste Regie. Ihr Film "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" wurde außerdem in den Kategorien Bestes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Schnitt und Bester Sound ausgezeichnet.
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