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Briefwähler noch sehr zurückhaltend

. Prenzlau Am Sonntag wählt die Uckermark den neuen Landrat. In der Kreisverwaltung sind die ersten Kisten mit Briefwahlunterlagen eingetroffen. Das Kuriose: Aus Schwedt kam bisher so gut wie keine Resonanz.

Vor allem aus den Städten Angermünde, Prenzlau und Templin trafen die meisten Briefwahlumschläge ein. Dann folgt Lychen. Doch ausgerechnet in der größten Stadt der Uckermark scheint das Interesse an der Landratswahl geringer zu sein. Zumindest bei Briefwählern.

Dabei ist gerade das Aufkommen an Briefwählern ein Indikator für die alles entscheidende Höhe der Wahlbeteiligung. Diese Erfahrung machten die Wahlleiter der Uckermark in den vergangenen Jahren. Je mehr Post vor dem Wahltermin eingeht, desto stärker das Interesse. "Erfahrungsgemäß schwillt die Briefwahlpost gerade in den Tagen vor der Wahl noch einmal richtig an", sagt Kreiswahlleiter Heiko Streich. Nach seiner Einschätzung wird die Wahlbeteiligung in der Uckermark höher als in anderen Landkreisen liegen. "Ich würde mich freuen, wenn sie über 50 Prozent steigt." Gleich mehrfach mussten Landkreise in Brandenburg durch die zu geringe Wahlbeteiligung den Landratsposten ausschreiben und einen Kandidaten über die Parlamente bestimmen.

Warum ausgerechnet in der Oderstadt das Wahlverhalten noch recht zurückhaltend ist, kann bislang niemand erklären. Vielleicht liegt es daran, dass keiner der vier Bewerber um den Landratsposten aus Schwedt kommt. Karina Dörk (CDU) stammt aus Lübbenow, Frank Bretsch (SPD) aus Mürow, Roland Resch (parteilos) aus dem Raum Templin und Klemens Schmitz (parteilos) aus Prenzlau.

FDP, CDU, SPD und Die Linke sowie die vier Kandidaten haben alle Bürger des Landkreises öffentlich dazu aufgerufen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Denn erstmals in der Geschichte der Uckermark kann das höchste Amt im Landkreis direkt gewählt werden. "Die Direktwahl ist eine einmalige Chance", sagt der frühere Landrat Joachim Benthin (CDU). "Es darf niemandem gleichgültig sein, wie diese Entscheidung ausgeht."

Nach Schließung der Wahllokale am 28. Februar gehen alle Auszählungsergebnisse sofort im Rechner der Kreisverwaltung ein. Die ersten Zahlen erwartet man dort schon 18.30 Uhr. Alle Daten veröffentlicht die Kreisverwaltung über eine Großbildprojektion im Haus IV in Prenzlau. Dort hat jeder Interessent Zutritt. Kreiswahlleiter Heiko Streich rechnet damit, dass spätestens gegen 20 Uhr das Endergebnis für die Landratswahl vorliegt.

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