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Zweiter Bauabschnitt in Großwoltersdorf

Neuer Glanz für alten Kirchturm

Aufsteiger: Mathias und Beate Wolf wagten am Mittwoch die Turmbesteigung. Allerdings erreichte nur einer die Spitze.
Aufsteiger: Mathias und Beate Wolf wagten am Mittwoch die Turmbesteigung. Allerdings erreichte nur einer die Spitze. © Foto: MZV
Jürgen Liebezeit / 24.07.2014, 11:31 Uhr
Großwoltersdorf (GZ) Kurz vor Beginn der Sanierung des Kirchturms in Großwoltersdorf nutzte Pfarrer Mathias Wolf am Mittwoch die Gelegenheit, seiner Kirche aufs Dach zu steigen. "Es gibt viel zu tun", lautet seine erste Einschätzung.

Leicht schwankend schaut Pfarrer Wolf übers Land. In 32 Metern Höhe bewegt sich das Baugerüst leicht im Wind. Wolf hält respektvollen Abstand vor dem Abgrund. Nur einige Eisenstangen trennen ihn vor dem Fall. Trotzdem genießt er den Ausblick übers weite Land.

Auf dem Weg nach oben hat Wolf diverse Mängel entdeckt, die vom Boden aus gar nicht zu sehen sind. So sind mehrere Schieferplatten auf dem Dach und am Turm bereits zerstört, anderen ist anzusehen, dass der Zahn der Zeit kräftig an ihnen genagt hat. Kein Wunder: Die Kirche ist schon mehr als hundert Jahre alt. Sie wurde nach einem verheerenden Brand neu aufgebaut und 1901 geweiht. An der Spitze ragt das Kreuz auf der Turmkugel in den Himmel. Es ist stark verrostet und an einer Stelle sogar gebrochen. In der Kugel ist ein kleines Loch. Vermutlich ein Einschuss aus Kriegstagen. Angeblich wurde von Zernikow aus der Turm als Zielscheibe missbraucht. "Belegt ist das aber nicht", so Wolf

Ob es weitere Überraschungen gibt, zeigt sich erst, wenn das Dach abgedeckt ist. Mit den Arbeiten an der Außenhüllen des Turms wird nächste Woche begonnen. Der Giebel ist bereits saniert. Für 120 000 Euro werden das Dach neugedeckt, schadhaftes Holz ausgetauscht und die Fassade in Schuss gebracht. Finanziert wird die Maßnahme, die im Oktober beendet werden soll, über Spenden sowie Förder- und Kirchenmittel.

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