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BVG-Tarifstreit beendet - weiter Bus-Notfahrplan

Berlin . Nach dem Ende des Tarifstreits bei der BVG müssen die Berliner am Wochenende noch mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen. Weiterhin gilt für die Busse nur ein Notfahrplan, etwa 130 Fahrzeuge sind im Einsatz. Üblich sind nach BVG-Angaben an Wochenenden rund 700. U-Bahnen und Trams fahren wegen des Werkstattstreiks weiterhin verkürzt, aber nach Fahrplan. Am Freitagabend hatten sich Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di nach zähen Verhandlungen auf einen neuen Tarif für die rund 11 500 BVG- Beschäftigten geeinigt. Der Busverkehr soll aber erst am Montag wieder weitgehend normal laufen.

Die BVG will ihren Beschäftigten durchschnittlich 4,6 Prozent mehr Lohn und Gehalt zahlen. Das kostet das defizitäre Unternehmen über zwei Jahre 28,3 Millionen Euro zusätzlich. BVG-Chef Andreas Sturmowski schloss nach der Einigung weitere Schulden nicht aus. Fahrpreiserhöhungen werde es aber zumindest in diesem Jahr nicht geben.

"Wir haben einen Kompromiss gefunden, der für beide akzeptabel ist", sagte ver.di-Verhandlungsführer Bäsler. "Die gute Nachricht ist: Alle bekommen mehr Geld." Dabei erhalten die von 2005 an eingestellten Neubeschäftigten einen 40 Prozent höheren Zuschlag als die besser bezahlten Altbeschäftigten. Außerdem erhalten alle BVG- Mitarbeiter einmalig 500 Euro sowie eine Gutschrift von 36,5 Stunden auf ihr Arbeitszeitkonto - was in etwa einer Woche Freizeit entspricht.

"Die BVG jubelt nicht über diesen Abschluss", sagte Sturmowski, man sei aber froh und erleichtert. Den Weg zu dem Abschluss vom Freitag hatten in dieser Woche direkte Gespräche der ver.di- Landeschefin Susanne Stumpenhusen mit Finanzsenator und BVG- Aufsichtsratschef Thilo Sarrazin (SPD) geebnet. Damit der Tarifvertrag unterschriftsreif ist, müssen nun noch die ver.di- Mitglieder bei der BVG den Tarifkompromiss in einer Urabstimmung annehmen.

In den vergangenen Monaten hatte ver.di unter anderem mit einem zwölftägigen Vollstreik von Bussen, Trams und U-Bahnen den öffentlichen Verkehr in der Hauptstadt nahezu zum Erliegen gebracht. Nur die S-Bahn fuhr nach Fahrplan, denn sie gehört zur Deutschen Bahn und war von dem Tarifkonflikt nicht betroffen. Der laufende Streik in den BVG-Werkstätten soll nach ver.di-Angaben spätestens am Montagmorgen in allen Bereichen ausgesetzt sein.

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