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09.03.2010 08:00 Uhr

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Von Anbau bis Krippenbad

. Bäder mit niedrigen Waschbecken, Spielplätze für Kleinkinder und Räume mit viel Platz zum Spielen sind in den in einigen Frankfurter Kitas neu entstanden. Weitere sollen folgen. Der Bund fördert die Investitionen, die Träger leisten Eigenanteile. Doch einige wollen, dass auch die Stadt sich daran beteiligt.

An der Kreuz-Kita in der Friedrich-Ebert-Straße erhebt sich ein schmucker Anbau. Etwa 133 000 Euro hat er gekostet. 33 000 Euro hat der Bund dazu geschossen, aus dem Investi- tionsprogramm zum Ausbau der Kindertagesbetreuung für unter dreijährige Kinder. Denn in dem neuen Gebäudeteil sollen vor allem die Kleinen viel Platz zum Spielen haben. Nur im fünfstelligen Bereich, aber nicht weniger wichtig waren die Investitionen in der Kita Am Sonnensteig, im Kinderhaus am Südring oder der Kita Lilo Herrmann. Denn da sind die Bäder für die ganz Kleinen saniert und auf deren Bedürfnisse zugeschnitten worden. Auch neue Spielplätze mit passenden Spielgeräten wurden und werden aus dem Förderprogramm finanziert.

Das Programm wird bis 2013 fortgeführt. Im Jugendhilfeausschuss ist jetzt beschlossen worden, welche Mittel bis 2011 beantragt werden können. So soll die Kita Matroschka Geld für eine Terrasse erhalten, sollen Bäder im Moosgärtlein, bei Hans und Hanka und in der Villa Kunterbunt saniert werden und soll die Kinderwelt gGmbH finanzielle Mittel für die Ausstattung von vier ihrer Kitas erhalten. Das sind nur einige Beispiele der Liste. Insgesamt werden so von 2008 bis 2011 mehr als eine halbe Million Euro fließen. Weitere über 400 000 Euro sollen für 2012 und 2013 beantragt werden. Ein Ansinnen, dem sich im Jugendhilfeausschuss natürlich niemand verschließen wollte. Immerhin bleiben die Zahlen der in den Einrichtungen betreuten Mädchen und Jungen auf hohem Niveau stabil. 2009 waren 3820 Kinder angemeldet, 2011 sollen es 3858 sein. Und in den vergangenen Jahren ist der Anteil der unter Dreijährigen gestiegen. 2010 liegt er bei 699, 2011 werden 742 erwartet.

Die Investitionen machen also Sinn, auch auf lange Sicht, denn erst ab 2016 wird mit einem Rückgang der Zahl der in Kitas betreuten Kinder gerechnet, wobei die Prognose aber noch unsicher ist. Deshalb freuen sich die Kita-Träger, mit Hilfe des Bundesprogramms in ihren Einrichtungen investieren zu können, zumal der pflichtige Eigenanteil mit zehn Prozent eher gering ausfällt. Meist sind es nur wenige Tausend Euro. Lediglich beim Anbau an der Kreuz-Kita lag er auch auf Grund der Höhe der Gesamt-Investition weit darüber. Trotzdem, so Pfarrerin Katharina Falkenhagen, sei die Förderung ein Gewinn gewesen. Und auch Pewobe-Chefin Heidemarie Langisch meint: "Ohne die Fördermittel könnten wir manches gar nicht machen, weil wir die Mittel nicht haben."

Dass die Stadt aber in diesem Zusammenhang gar nichts leistet, kritisierte Katrin Bornemann vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. "Den Trägern fallen doch oft auch die zehn Prozent Eigenanteil schwer". sagte sie und beantragte, diese zehn Prozent als Zuschuss in die Kita-Finanzierungsrichtlinie aufzunehmen, um sie so durch die Stadt zu refinanzieren. Mit diesem Zusatz erhielt die Vorlage die Zustimmung der Ausschussmitglieder.

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