Pinnow (moz) Für den Ausbau eines rund 150 Kilometer langen deutsch-polnischen Radwegenetzes werden mehr als 7,3 Millionen Euro an Fördermitteln investiert. Das Projekt ist Teil des anvisierten grenzüberschreitenden „Wirtschaftsraums Unteres Odertal“.
Der Begleitausschuss für das EU-Programm Interreg IV a hat etwa 8,7 Millionen Euro für Vorhaben in Brandenburg bewilligt. Besondere Beachtung fand dabei das touristische Infrastrukturprojekt in Uckermark und Wojewodschaft Westpommern. In je sieben deutschen und polnischen Gemeinden und Städten werden Radwege ausgebaut. Zudem sind neue Teilstrecken geplant und es sollen Informationstafeln am Wegesrand aufgestellt werden. Dafür sind bis 2013 mehr als 7,3 Millionen Euro vorgesehen. Ein entsprechender Bescheid sei vorige Woche in der Oder-Welser Amtsverwaltung in Pinnow eingegangen.
„Das ist das zweitgrößte Projekt, das je im Rahmen der Pomerania bewilligt worden ist“, erklärt Detlef Krause. Der Amtsdirektor von Oder-Welse ist Leiter der Lenkungsgruppe der Initiative „Grenzüberschreitender Aktionsplan“. Dazu gehören neben Vertretern polnischer Kommunen unter anderem auch die Bürgermeister von Schwedt und Angermünde sowie Amtsdirektoren aus Gramzow und Gartz.
Ziel der Gruppe ist es, mit der Zusammenarbeit, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum zu entwickeln. In dem Gebiet der momentanen Mitglieder leben 170 000 Menschen, die in der Region gehalten werden sollen.
Der unter dem Projektnamen „Touristische Potentiale – Verbindende Infrastruktur“ angestrebte Ausbau ist eines von zehn Vorhaben, die auf der Prioritätenliste des „Aktionsplans“ stehen. Mehr als zwei Jahre habe es gedauert, bis der Antrag befürwortet wurde, so Krause. Ziel der Maßnahme sei es, touristische Angebote zu erweitern und zu verbinden.
Radtouristen sollen abseits der großen Verbindungen, vom Oder-Neiße-Radweg und vom Berlin-Usedom-Radweg zu den Sehenswürdigkeiten der Region und in die Dörfer gezogen werden. „Die Trasse ist auch so gewählt worden, dass Touristen vorhandene Unterkünfte zum Beispiel in Pinnow, Felchow oder Schönermark nutzen können“, sagt Krause.
Daher sollen möglichst noch in diesem Jahr Teile von Oder-Welse-Radweg und Uckermärkischem Radrundweg ausgebaut und verbunden werden. In Oder-Welse soll der so genannte „Schwarze Weg“ vom 2009 fertig gestellten Abschnitt Passow aus über Herrenhof und Hohenlandin ausgebaut werden und über Pinnow und Felchow nach Stützkow führen. Laut Amt würden von den Fördermitteln 1,48 Millionen Euro in den Ausbau des Radwegs im Bereich Mark Landin investiert. Dabei betrage der Eigenanteil der Gemeinde 15 Prozent, die restlichen Kosten würden über die nun bewilligten Fördermittel abgedeckt.
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22.05.2012 14:10:20 zombie1969
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22.05.2012 14:09:13 FF Leser
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