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"Die S-Bahn ist unser Zugpferd"

Startvorbereitung: Benjamin Präger (vorn) schiebt mit Helfern den Einsitzer DG 300 zum Windenseil vor. Hinten der Zweisitzer ASK 21 und der Mercedes-Bus mit dem Tisch der Flugleitung der Segelflieger
Startvorbereitung: Benjamin Präger (vorn) schiebt mit Helfern den Einsitzer DG 300 zum Windenseil vor. Hinten der Zweisitzer ASK 21 und der Mercedes-Bus mit dem Tisch der Flugleitung der Segelflieger © Foto: MOZ Gerd Markert
Uwe Spranger / 10.04.2015, 17:13 Uhr
Strausberg (MOZ) Beim Flieger-Club Strausberg hat jetzt die Saison richtig begonnen. Zum Abschluss des Osterlagers in den Ferien hatte der Verein beste Witterungsbedingungen, so dass mit drei Flugzeugen von der Grasbahn ausgiebig gestartet wurde. Auch an den Wochenenden sind die Segelflieger jetzt wieder aktiv.

"Das sind die ersten richtig schönen Tage", freute sich Vorstandsmitglied Jörg Bradschetl, der sich mit mehreren Schülern in die Lüfte schwang. Zum Beispiel mit Felix Quitschau. Der 14-Jährige aus Petershagen ist schon seit vier Jahren beim Club, will später auch beruflich in die Luftfahrtbranche einsteigen. "Die Thermik war perfekt. Die Wolken ziehen", erklärt er fachmännisch. Dadurch habe er diesmal 45 Minuten in der Luft bleiben können. "Wenn es geht, sind wir jedes Wochenende hier", verrät Niklas Winter (18) aus Lichtenow. Oder eben in den Ferien, fügt der Schüler hinzu. Mittlerweile hat er auch einen Führerschein, so dass er mit dem Auto kommen kann, weil es mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus seinem Dorf ziemlich umständlich wäre. Felix dagegen kann mit der S-Bahn kommen.

"Die S-Bahn ist unser Zugpferd", ist auch Vize-Vereinschef Rouven Lehmann bewusst. Der avisierte 20-Minuten-Takt könnte weiteren Zuspruch bringen. Er ist seit mittlerweile zehn Jahre dabei und einige Jahre im Vorstand. Unter den rund 100 Mitgliedern sei eine ganze Reihe von Berlinern. Zum Beispiel Alex Gothow (22). Er ist wie Lehmann Student der Luft- und Raumfahrttechnik in Berlin, fungiert diesmal als Flugleiter, hält Funkkontakt zu Tower, Winde und Maschinen. Beim Check der ASK-21-Zweisitzer vor dem ersten Start sei diesmal ein Fehler entdeckt worden, berichtet er. Eine Markierung am Bugrad-Reifen war nicht an der richtigen Stelle. Das konnte indes schnell behoben werden.

Für die Starts kam nicht das Schleppflugzeug zum Einsatz, sondern die Winde. "Wir haben heute keinen Piloten dafür und außerdem nutzen die meisten die Winde, weil es preiswerter ist", sagt Gothow. An der Startvorrichtung wurde diesmal ein neues Seil getestet. Aus Kunststoff. "Durch das geringere Gewicht gegenüber dem Stahlseil können wir beim Start etwa 50 Meter mehr Höhe erreichen", erklärt Lehmann. Man müsse indes sehen, ob das Material bei den Gegebenheiten in Strausberg auch länger halte, denn es sei zweieinhalb mal teurer als Stahl.

Wie er weiter sagte, überlege der Verein derzeit auch, ein älteres Flugzeug auszumustern und durch ein neueres Modell zu ersetzen. "Wir müssen das durchrechnen", so Lehmann. Der Plan mit dem zuletzt angeschafften UL-Flugzeug gehe aus seiner Sicht auf. Sowohl Auslastung wie Finanzierung passten.

Wie der Vize-Vorsitzende weiter sagte, suchen die Segelflieger immer weitere Mitstreiter, insbesondere aus der Region und der Altersgruppe über 35. Wer Interesse habe, könne an Wochenenden vorbeikommen oder bei Lehrgängen im Sommer (20.-31. Juli und 10.-21. August) oder Herbst (19.-23. Oktober).

Kontakt: E-Mail info@fliegerclub-strausberg.de; www.fliegerclub-strausberg.de;

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