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Sabine Rakitin 25.04.2010 22:25 Uhr - Aktualisiert 26.04.2010 18:15 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Wilde Jagd 
auf der 
Autobahn

Bernau (moz) Er hatte den 7er BMW in Berlin gestohlen. Nun war der 40-jährige Pole mit dem Luxuswagen auf dem Weg in Richtung Grenze. Die Berliner Polizei ortete ihn gegen 7 Uhr am Sonnabendmorgen auf der A 11 zwischen Wandlitz und Lanke. Sie bat ihre Kollegen im Barnim um Hilfe.

Die rückten dann auch sofort aus – aus der Wache in der Werner-von Siemens-Straße und in Waldfrieden, wo die Autobahnpolizei ihr Domizil hat. Zusätzlich wurden die Kollegen in der Uckermark und auch in Mecklenburg-Vorpommern alarmiert.

„Mehrere Einsatzwagen aus dem Barnim waren dem BMW dicht auf den Fersen. In Höhe Schmölln hatten unsere Prenzlauer Kollegen bereits einen künstlichen Stau erzeugt, um ihn zu stoppen“, schildert Barnims Polizeisprecherin Martina Schaub die Vorgänge am Sonnabendmorgen. Als der Mann gemerkt habe, dass er verfolgt wurde, habe er auf der Autobahn gewendet und sei dann als Geisterfahrer den Funkstreifenwagen entgegengefahren. „Er hat gnadenlos auf die Kollegen zugehalten. Die sind dann ausgewichen“, erzählt sie. Doch weitere Einsatzkräfte folgten, so dass der Autodieb wiederum kehrt machte und Richtung Prenzlau raste. Nachdem er vergeblich versucht hatte, sich hinter einem Bus zu verstecken und merkte, dass er eingekreist war, gab er entnervt auf. „Zwei Kilometer vor der Abfahrt Schmölln konnte der Mann festgenommen werden. Er ist bereits polizeibekannt und wurde der Wache in Prenzlau übergeben“, so Schaub.

Der zweite Einsatz in der Nacht darauf war nicht ganz so spektakulär. Ein Räuber, der am Sonnabend gegen 19 Uhr in Oranienburg eine Tankstelle überfallen hatte, war zunächst unerkannt geflüchtet. Allerdings hatte die Polizei Hinweise auf sein Fahrzeug. Sechs Stunden später, am Sonntag gegen 1 Uhr, wurde der Fluchtwagen, ein Mercedes-Transporter, dann von der Bundespolizei auf der 
A 11 bemerkt. Die informierte die Barnimer Polizei, die sich diesmal mit dem Tatverdächtigen keine wilde Verfolgungsjagd liefern musste. Sie schnitt ihm in Höhe Bernau-Nord den Weg ab. Der Mann, ein 20-jähriger Deutscher, ergab sich, ohne Widerstand zu leisten.

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