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Amerikanische Farmer im Oderland

Auf dem Sojafeld: Lukas Kersten, der Verwalter von Gut Friedersdorf (vorn, 2.v.r.) erläutert den amerikanischen Farmern Unterschiede beim Anbau von Bio-Soja-Pflanzen.
Auf dem Sojafeld: Lukas Kersten, der Verwalter von Gut Friedersdorf (vorn, 2.v.r.) erläutert den amerikanischen Farmern Unterschiede beim Anbau von Bio-Soja-Pflanzen. © Foto: Johann Müller
Ines Rath / 21.08.2015, 07:13 Uhr
Friedersdorf (MOZ) "Die extreme Trockenheit im Frühjahr und Sommer hat uns, wie Sie sehen, viel Unkraut beschert." So beginnt Lukas Kersten, der Verwalter von Gut Friedersdorf, am Donnerstagvormittag, auf einem Sojabohnen-Feld beim Vorwerk Ludwigslust stehend, in gutem Englisch seinen Bericht über den Anbau von Bio-Soja in seinem Betrieb. Während die Friedersdorfer Bauern erst im vorigen Jahr in den Sojaanbau eingestiegen waren, sind die Besucher auf diesem Gebiet Profis: 24 amerikanische Farmer, zumeist aus den Bundesstaaten Illinois und Iowa, waren am Donnerstag im Oderland auf Erkundungstour.

Die Farmer sind Teilnehmer eines von der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer des Mittleren Westens organisierten fünftägigen Erfahrungsaustauschs. Thematische Schwerpunkte seien die Bodengesundheit und das Nährstoffmanagement, erklärt Kammer-Mitarbeiterin Corinna Jess. Sie hat in Agrarwissenschaftler Dr. Christian Ahl von der Universität Göttingen und Dr. Frank Eulenstein vom Zalf in Müncheberg Experten zur Seite. In Müncheberg haben die Amerikaner zuvor Versuchsflächen zum Energiepflanzenanbau besichtigt.

Wie Karen Seipold haben viele der Farmer deutsche Wurzeln. Ihre und die Vorfahren ihres Mannes seien im 19. Jahrhundert ausgewandert, berichtet die Farmersfrau aus dem Südwesten Iowas. Dennoch ist sie zum ersten Mal in Deutschland. Hans-Georg von der Marwitz (MdB, CDU) zeigte den Gästen später die Friedersdorfer Kirche und lud sie zum Mittagessen ins Wirtshaus im Kunstspeicher ein, bevor sie weiter in die Gedenkstätte auf den Seelower Höhen und auf den Reitweiner Sporn fuhren.

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