Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Feste Instanz der Biesenthaler Kulturlandschaft

Lassen es krachen: Die Berliner Band Dr. Bajan spielt eine wilde Mischung, die immer tanzbar bleibt.
Lassen es krachen: Die Berliner Band Dr. Bajan spielt eine wilde Mischung, die immer tanzbar bleibt. © Foto: Angela Kowalick
Angela Kowalick / 09.11.2015, 06:48 Uhr
Biesenthal (MOZ) Einen überaus gelungenen Abend feierten die Biesenthaler am Samstag in ihrem Kulturbahnhof. Seit zehn Jahren gibt es hier vielfältige Veranstaltungen zwischen Musik, Film und Aktion. Zum runden Geburtstag kamen Freunde, Förderer und Mitwirkende zusammen. Dicht gedrängt, wie so oft, tummelten sich die Gäste in den Räumen des Kulturbahnhofs. Heribert Rustige erzählte in einem lockeren Vortrag von den zurückliegenden Jahren. Zu jedem Zeitabschnitt bat er einen stellvertretenden Gast nach vorn. Anke Lottel und Jurke Georg, die den Vortrag als Clownessen versüßten, überreichten dann eine Wunderkerze und Konfettiregen.

So erzählte Ortschronistin Gertrud Poppe von den frühen Jahren des Biesenthaler Bahnhofs, der 1843 als Haltepunkt auf der Strecke Berlin-Stettin eingerichtet wurde. Wieso der Bahnhof so weit vom Stadtzentrum entfernt liegt, weiß Poppe genau: "Die Bahn drängte auf gerade Strecken." So könne man noch heute von Biesenthal nach Danewitz, von Danewitz nach Rüdnitz und von Rüdnitz nach Bernau sehen.

2005 stand der Bahnhof zum Verkauf, erzählte Heribert Rustige weiter. Zusammen mit einigen Freunden entstand auf einer Geburtstagsfeier die Idee, den Bahnhof zu kaufen und Kultur hinein zu bringen. Aus der Bierlaune wurde schließlich ernst. Ein Verein wurde gegründet und der Bahnhof wurde Anfang November 2005 gekauft.

In den vergangenen zehn Jahren wuchs nicht nur der Verein von zehn auf 68 Mitglieder. Auch die Veranstaltungen wurden immer häufiger und besser. Parallel mauserte sich das Gebäude mithilfe des Vereins und zahlreicher Spenden- und Fördergelder zu einem repräsentativen Haus. Neue Projekte stehen schon in der Warteschleife, berichtete Rustige: Der Innenausbau mit Behinderten-WC, dem Saalfußboden und einer Bühne ist in Planung.

Nach einem Geburtstagsständchen im Wunderkerzenschein ging es zum kulinarischen Teil des Abends über. Das reichhaltige Büfett bot neben Kürbissuppe und Salat auch Gelegenheit für fröhliche Gespräche. An den Wänden konnte man auf den zehn Zeittafeln von Gertrud Poppe die 700-jährige Geschichte Biesenthals nachlesen. Es wurden Fotos und Filme von Akrobatik-Workshops und anderen früheren Veranstaltungen des Kulturbahnhofs gezeigt. Das rege Treiben spitzte sich schließlich zu, als die Band Dr. Bajan mit ihrer kaum beschreibbaren Musik startete. Russischer Kasatschok, Rock, Ska, Klezmer und Jazz sind nur einige Nuancen, die man raushören konnte. Die Band lud die Geburtstagsgäste zum Tanzen ein - und die ließen sich nicht lange bitten.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG