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16.05.2008 08:52 Uhr

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Plantschen nach Herzenslust

Eberswalde . Ferienkind, was willst Du mehr? Seit Tagen strahlt die Sonne im Barnim, täglich heizen sich unsere prachtvollen Seen ein wenig mehr auf. Zwischen 16 und 18 Grad Wassertemperaturen weisen die meisten Badegewässer auf. Noch beeindruckender aber ist die Wasserqualität. "Die Seen sind top, es gibt keine Probleme, der Barnim freut sich auf eine erfolgreiche Badesaison", bestätigte gestern Amtsärztin Beate Schmidt-Grimm. Wer es nicht glaubt, sollte die Gewässer besuchen. Aber nicht wundern: Es kann nass werden, denn Kinder und Erwachsene plantschen bereits kräftig im Wasser.

Einen Traumstart nach Maß erleben die Barnimer in dieser Badesaison. Sichttiefe von bis zu drei Metern bietet der Obersee bei Lanke, der ohnehin zu den klarsten Seen im Barnim gehört. Amtsärztin Schmidt-Grimm ist voll des Lobes über die Barnimer Gewässer: "Wir haben zwölf Seen, die als EU-Gewässer gemeldet sind, beprobt. Alle 18 Badestellen können bedenkenlos empfohlen werden. Es gibt keine Keime, die dem Menschen gefährlich werden können." Zu diesen Gewässern zählen die bekanntesten und wohl auch größten Badelandschaften des Kreises. Der Wandlitzsee, der Stolzenhagener See, Parsteiner See oder Werbellinsee. An letzterem erlebte Marco Möschter gestern seinen ersten Arbeitstag. Der 28-jährige Rettungsschwimmer aus Eberswalde wurde für die Saison von der EJB Werbellinsee GmbH angestellt und verbringt den Sommer, nach Arbeitsaufenthalten an der Ostsee, endlich mal wieder im Barnim. Bis zu 2000 Besucher kommen in Spitzenzeiten an den Strand, über Pfingsten und Christi Himmelfahrt nutzten schon mal 800 Badegäste täglich die Angebote am Werbellinsee.

Hochzufrieden ist Gerd Sievers vom Strandbad Wukensee in Biesenthal. "Die Leute kommen schon morgens, erfreuen sich an unserer Gastronomie und gehen dann den ganzen Tag zum Schwimmen und Plantschen", berichtet der Betreiber. Etwa 120 Gäste tobten gestern Mittag im Wasser. "Es kommen ja nicht nur die Gäste aus dem Barnim, wir haben Berliner Touristen und Reisende aus Bayern hier, denn dort gibt es sogar zwei Wochen Pfingstferien", berichtete Sievers gestern. Besonders stolz ist er auf den guten Ruf des Strandbades, das nach einer jüngsten Umfrage zu Brandenburgs Strandbad mit den höchsten Sympathiewerten gewählt wurde. Dazu beigetragen haben vermutlich auch die Wasserschuhe, die sich Touristen im Strandbad ausleihen können.

Am Wandlitzsee herrschte gestern ebenfalls Sonnenschein. 19 Grad Wassertemperatur verhieß das Thermometer, der Andrang hielt sich noch in Grenzen. "Wir haben eine herrliche Sichttiefe hier", wirbt der Schwimmmeister, der den Badegästen die Sicherheit gibt, im Notfall gerettet zu werden.

Amtsärztin Schmidt-Grimm verweist schließlich darauf, dass auch die Barnimer Gewässer einer vierwöchigen Kontrolle unterzogen werden, die nicht den EU-Status besitzen. "Wir stehen ja mit den Ämtern im Kontakt und hören somit, wenn bestimmte Seen lokale Bedeutung erlangen. Wenn dort viel gebadet wird, ziehen wir dort auch Proben." Beispielsweise gehören der Schwärzesee, der Brodowiner See oder der Grimnitzsee zu diesen Gewässern, aber auch der Mechesee in Lobetal. Zu den Geheimtipps zählt übrigens der Dovinsee bei Joachimsthal, der zwar über keinen ausgebauten Badestrand verfügt, dafür aber über extrem klares Wasser. Wer Glück hat, kann beobachten, wie die riesigen Amurkarpfen sich im Wasser drehen.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr haben sich übrigens die Prüfmethoden verändert. "Es interessieren jetzt nur noch Durchfallkeime, die für den Menschen bedeutsam wären, wenn es sie gibt." Einen kleinen Wermutstropfen gibt es schließlich doch noch, wenngleich sich die Beeinträchtigung überhaupt nicht auf die Wasserqualität auswirkt. "Seen wie der Obersee haben derzeit auf der Wasseroberfläche einen Teppich aus Blütenstaub. Aber der ist in einer Woche weg", erklärt die Barnimer Amtsärztin Beate Schmidt-Grimm.

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