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Vorbild für Danewitzer Allee

Bernau . Über ihre Arbeit im Bundestag für Brandenburg und den Barnim informierte in einem Pressegespräch am Freitag die Grünen-Politikerin Cornelia Behm. Als einen wichtigen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie die ländliche Entwicklung an. Dabei habe sie festgestellt, dass es immer von den Menschen vor Ort abhänge und inwieweit sich jemand kümmere, ob es in der Gemeinde vorwärts gehe. Sie wies auch auf den Strukturwandel hin, der dazu beitrage, dass die Dörfer nicht mehr durch reine Landwirtschaft geprägt sind. Entsprechend fördert man auch andere Unternehmen, wie etwa Handwerksbetriebe, die landwirtschaftsnah arbeiten.

Kritisch sprach sich die Bundestagsabgeordnete gegenüber der grünen Gentechnik aus. Eine wirkliche Koexistenz von gentechnisch veränderten Pflanzen mit konventioneller oder biologischer Landwirtschaft "ist nicht wirklich möglich". Der Naturschutzbund NABU habe einen Test gemacht, wie weit Maispollen fliegen und festgestellt, dass dies viel weiter sei, als bisher angenommen. Dadurch wiederum entstünden Probleme bei Biobauern, die Körnermais anbauen. Aber auch durch die "Stoffströme", die Transporte der Produkte, komme es zu Verunreinigungen. So gesehen sei die Behauptung, dass es eine Koexistenz mit gentechnisch veränderten Organismen gebe, ein "glatte Lüge", konstatierte die Grünen-Politikerin.

Die Betriebe, die mit gentechnisch verändertem Saatgut arbeiten, würden zudem von den Konzernen abhängig werden. Sie könnten praktisch kein eigenes Saatgut von ihren Flächen gewinnen und seien gezwungen das Saatgut Jahr um Jahr von den Konzernen zu kaufen.

Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die Grünen nicht gegen den wissenschaftlichen Fortschritt sind. Positiv sei es, wenn die Gentechnik zur Leistungsermittlung von Pflanzen genutzt werde und so ohne lange Testverfahren das leistungsfähigste Saatgut in den Boden kommen könne.

Darüber hinaus äußerte sich die Bundestagsabgeordnete auch zum Schutz der Alleen. Im Hinblick auf die Danewitzer Allee, um die es vor zwei Jahren viel Wirbel gegeben hat, empfahl sie, die Vorschläge der Grünen zum Ausbau der Straße, ohne die Bäume zu beeinträchtigen, in Erwägung zu ziehen. Das sei keine Technologie der 50er Jahre. In Mecklenburg-Vorpommern werde die mit Erfolg umgesetzt.

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