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Finkenschlag freigegeben

Letzte Handgriffe: Peter Scholz (l.) und Lukas Sgolik bei Vermessungsarbeiten für die Straßenbeleuchtung des neuen Finkenschlags
Letzte Handgriffe: Peter Scholz (l.) und Lukas Sgolik bei Vermessungsarbeiten für die Straßenbeleuchtung des neuen Finkenschlags © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 13.10.2016, 06:35 Uhr
Ladeburg (MOZ) Mit dem "Finkenschlag" ist die letzte Straße in dem Ladeburger Wohngebiet ausgebaut worden. Die Siedlungsstraße wurde jetzt auch offiziell für den Verkehr wieder freigegeben. Anwohner, Bauarbeiter, Planer und Mitarbeiter verschiedener Ämter feierten den Abschluss der Bauarbeiten am Dienstag gemeinsam.

Auch wenn das Vorhaben den Straßenbau in der Siedlung beschließt, so hat es doch eine lange Vorgeschichte. Vor mehr als zehn Jahren hatte sich der Investor "verabschiedet", und zwar bevor er die eigentlich geplante Straße ausgebaut hatte, wie Bauamtsleiterin Simone Rochow noch einmal zurückblickte. Die Stadt sprang schließlich ein, musste die Planung jedoch neu ordnen. Ursprünglich waren zwei Straßen vorgesehen, die jedoch eine ungewöhnliche Erschließung der Grundstücke bedeutet hätte. 2015 fand die erste Anliegerversammlung statt und innerhalb nur eines Jahres wurde das gesamte Vorhaben dann realisiert. Für die nicht auszuschließenden Belästigungen während der Arbeiten bat Baudezernent Jürgen Jankowiak die Anlieger noch einmal um Verständnis.

Die Siedlungsstraße wurde in den vergangenen Monaten auf ihrer gesamten Länge von 420 Metern grundhaft ausgebaut und war daher voll gesperrt. Der erhebliche Aufwand zeige sich an den vielen Einzelmaßnahmen, unterstreicht die Stadtverwaltung: So wurde im vergangenen Herbst noch vor Beginn der Straßenbauarbeiten ein neuer Teich am Finkenschlag angelegt, der an einen Regenkanal angeschlossen wurde, um Überschwemmungen zu vermeiden. Ab Mai wurden dann neue Gas- und Trinkwasserleitungen verlegt, die Fahrbahn von Grund auf neu gebaut, ein Gehweg gepflastert und insgesamt 14 Laternen mit moderner LED-Beleuchtung aufgestellt. "Früher", erzählte ein Anwohner unter dem Pavillon, "war hier alles stockdunkel, wenn man im Winter abends nach Hause kam." Torsten Balk vom städtischen Bauamt zeigt sich sehr zufrieden: "Das war ein umfangreiches und intensives Projekt, das reibungslos gelaufen ist."

Kommen die Vorgärten durch die neue Straße bereits gut zur Geltung - der Einsatz der Anlieger ist deutlich zu sehen -, so werden noch in diesem Herbst die ersten Straßenbäume gepflanzt. Auf Wunsch der Anwohner sind es Linden, sagte Simone Rochow. Insgesamt werden 26 Winterlinden gesetzt, als Ersatz für die Bäume, die gefällt werden mussten.

Parkende Autos am Fahrbahnrand - Lieferfahrzeuge oder die Autos von Besuchern - sollen auf der schmalen Straße dafür sorgen, dass entsprechend langsam gefahren wird. Aufpflasterungen führen oftmals zum häufigen Bremsen und Anfahren und auch zu Lärmbelästigungen. Stellplätze für die Wagen der Eigentümer sind auf den Grundstücken vorgesehen.

Die Stadt investierte rund 450000 Euro für den Ausbau des Finkenschlags. Die Anlieger sind mittels Beitragszahlungen an den Kosten für den Straßenbau beteiligt.

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