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Wie im vorigen Jahrhundert

Dietrich Schröder
Dietrich Schröder © Foto: MOZ
Dietrich Schröder / 02.09.2011, 18:50 Uhr
(MOZ) Für die 140 Kilometer zwischen dem Berliner und dem Stettiner Hauptbahnhof brauchen Züge derzeit – wenn alles gut läuft – um die zwei Stunden. Genauso viel Zeit wie im Jahr 1930, als auf dieser Strecke noch Dampfloks unterwegs waren. Und von Berlin bis Breslau fahren die Züge heute sogar mehr als doppelt so lange wie vor dem Zweiten Weltkrieg.

Damit ist eigentlich alles über die Qualität der Schienenverbindungen zwischen zwei der größten Mitgliedsländer der Europäischen Union gesagt. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Bundesrepublik und Polen erst seit zwei Jahrzehnten partnerschaftlich miteinander verbunden sind, ist dieser Zustand anachronistisch.

Um diese Verhältnisse zu verbessern, hatten die Regierungen beider Länder erst im Juni ein umfangreiches Arbeitsprogramm beschlossen. Der Ausbau der Verkehrswege nimmt darin eine besondere Stellung ein. Um so unverständlicher ist, dass nach wie vor um die Elektrifizierung eines gerade mal 40 Kilometer langen Teilstücks auf der Linie Berlin-Stettin gefeilscht wird.

Haben die guten Vorsätze wirklich nur so kurz gehalten? Und gäbe es nicht – wenn sich in den eigenen Haushalten tatsächlich nicht genug Geld findet – die Möglichkeit, solche Infrastrukturmaßnahmen über EU-Mittel zu finanzieren? Die Politiker beider Länder müssen endlich handeln, wollen sie nicht ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

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Feliks 04.09.2011 - 14:30:14

Oh oh

Leider scheinen noch nicht alle im Europa des 21. Jahrhundert angekommen zu sein, wie der Kommentar von Fran zeigt. Schade ! Neben Szczecin geht es vor allem um den ländichen Raum, um die Uckermark, um Vorpommern, um den ganzen Nordosten ! Ihnen fehlt diese Bahn ! Treffend erkannt, Herr Schröder.

Fran 03.09.2011 - 18:42:22

Jammerlappen

erst Freitag sitzen wir in der ersten Klasse von Berlin nach FFO und Sie waren der Einzige, der sich über die Verspätung muckiert. So etwas ist einem 1.Klasse Passagier unwürdig. So und jetzt mal zu Ihrem Beitrag. Seit 1930 hat sich also die Fahrzeit nicht verändert. Haben Sie in der Zwischenzeit von 1930 bis 2011 irgend etwas verpasst? Haben Sie die Flucht und den Diebstahl an den Deutschen Bewohnern von Stettin vergessen? Übrigens heißt diese Stadt heute Szczecin. Das ist polnisch. Die Polen sollen machen mit diesem unrechtmäßig erhaltenem Land machen was diese auch immer wollen. Aber bitte schön ohne deutsches Geld und vor allem deutsches Steuergeld.

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