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Jürgen Sellert 02.02.2017 19:17 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Kracher in der Erlengrund-Halle

Altlandsberg (MOZ) Die MTV-Frauen treffen am Sonnabend um 19.30 Uhr auf Germania Fritzlar. Und wenn der vorjährige Meister der 3. Liga Ost beim aktuellen Tabellen-Dritten in Altlandsberg antritt, dann spricht man wohl von einem Spitzenspiel.

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Noch mehr Schwung beim MTV: Neuzugang Katarina Pavlovic

© Jürgen Sellert

Beim genaueren Hinsehen muss man in der Vorschau allerdings von einer Partie mit vielen Fragezeichen ausgehen. Dass der Gast aus Nordhessen hier und heute überhaupt antritt, hat mit der Tatsache zu tun, dass er sein Aufstiegsrecht in die 2. Liga ausschlug. Vielleicht die richtige Entscheidung, wenn man Fritzlars momentanen Tabellenstand (5. Rang/16:10 Punkte) unter die Lupe nimmt. Alle Gründe dafür wird man nur bei Germania kennen. Ein paar personelle Veränderungen nach der vergangenen Saison dürften nicht ohne gewisse Wirkung geblieben sein.

Das ist sicherlich auch eine Ursache dafür, dass es beim Hinspiel ein nahezu sensationelles Ergebnis gab. Der MTV gewann in Fritzlar mit 27:18. Wer nun am Sonnabend in der Erlengrund-Halle ein ähnliches Ergebnis erwartet, der dürfte allerdings auf dem Holzweg sein. Was natürlich auch seine Gründe hat.

Vier Spielerinnen, die damals noch für den MTV aufliefen, gehören nicht mehr zum Altlandsberger Aufgebot. Und Kristina Domann ist wegen ihrer Knieverletzung noch nicht einsatzfähig. Und ob Mandy Gramattke mitmischen kann, ist erst vor Spielbeginn klar. Die routinierte Rechtsaußen wurde in den beiden vergangenen Spielen übel ramponiert. In Bad Salzuflen durch einem Griff in den Wurfarm. Und in Markranstädt bekam sie - wieder beim Wurfversuch - im unteren Oberschenkelbereich extrem rüde das Knie einer Gegenspielerin ab. Das ließ wegen der Pferdekuss-Schmerzen von Montag bis Mittwoch kein Training zu. "Ab Donnerstag will ich es wieder versuchen", signalisierte die tapfere Mandy.

Was den Kader betrifft: Da hat der MTV wieder Zuwachs bekommen, darunter drei 18-jährige Hoffnungen und die Bundesliga-erfahrene Katarina Pavlovic als echten Kracher. Die Linkshänderin, zuletzt bei der HSG Blomberg-Lippe aktiv, machte bei ihrer MTV-Premiere in Markranstädt mit dem verwandelten Siebenmeter zum Schluss auch gleich mal das 27:26-Sieg-Tor klar. Talent zur Heldin hat sie also auch. "Katarina agierte selbstbewusst, deutete ihr großes Potenzial an. Sie nahm sich dann im letzten Drittel aber kaum noch Würfe, was verständlich ist", so Trainer Andy Nötzel. "Gut acht Wochen Trainings- und Spielpause machen sich halt bemerkbar." Laufwege oder die Kombinationen zu verinnerlichen, ist für die Neuen ein weiteres Thema. Das alles braucht seine Zeit, die man eigentlich in dieser Phase der Meisterschaft nicht hat.

Was gibt es ansonsten noch zu bedenken? Das natürlich. Bei ihrem Punktspiel zuletzt haben die Frauen aus Fritzlar am 22. Januar zu Hause gegen Markranstädt 26:20 gewonnen. Auf den ersten Blick und zahlenmäßig klarer als der MTV am vorigen Wochenende.

Dennoch scheint ein Überkreuzvergleich ziemlich sinnlos zu sein. Einmal ist bekannt, dass das Sachsen-Team in heimischer Halle weitaus stärker und robuster auftritt als auswärts. Und andererseits bleiben viele Fragezeichen, weil Fritzlar zuhause in seiner Partie gegen Markranstädt eine Vorstellung aus der Wundertüte zauberte. Erst pfui, dann hui. In der 26. Minute gelang Germania erst das dritte Feldtor. Was Fritzlars Trainerin die Zornesröte ins Gesicht trieb. "Unsere Leistung war unterirdisch", wird Viktoria Marquardt in einem Medien-Bericht zitiert.

Aber - und jetzt kommt der mahnende Zeigefinger für alle im MTV-Lager, bei denen maßlose Erwartungen ihr Unwesen treiben - Germania fing sich. Beim 13:13 (39. Minute) war der Ausgleich geschafft. Und zum Schluss jubelten die Nordhessen über den dann zuckersüßen 26:20-Erfolg. Damit war auch die Trainer-Frau versöhnt. Viktoria Marquardt zur Situation, die dem anfänglich kollektiven Blackout folgte: "Danach hat jeder Verantwortung übernommen, und wir haben überragend verteidigt."

Damit dürften alle Klarheiten hinsichtlich des anstehenden Spitzentreffens in der "Erle" beseitigt sein. Denn zweitens kommt es bekanntlich immer anders, als man drittens denkt. Oder auch nicht. Da hilft nur eins - ansehen, das Spektakel.

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